Allgemeine Informationen

 

  • Handelsnamen: Xanax, Xanor, Tafil, div. Generika
  • Kategorie: Benzodiazepin
  • Indikation: Angststörungen (inkl. Panikattacken)

 

Dosierung & Anwendung

Einnahme: Bei Bedarf (so selten wie möglich).*
Die Einnahme sollte so niederig wie möglich Dosiert werden.*

Angststörungen: 0,5-6mg täglich (in mehreren Gaben bei hoher Dosierung)

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

*Wie alle Benzodiazepine kann Alprazolam nach längerer und regelmässiger Anwendung (auch in der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung) abhängig machen. Zudem tritt mit der Zeit sehr häufig eine Toleranzentwicklung auf.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Ca. 20-40 Minuten nach der ersten Einnahme

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Alprazolam liegt bei 12 bis 15 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): Depression, Sedierung, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Gedächtnisschwäche, Schwindel, Sprechstörungen, Störung der Bewegungskoordinaton, Mundtrockenheit, Verstopfungen, Erschöpfung, Reizbarkeit.

Häufig (1-10%): Verminderter Appetit, Verwirrtheit, Desorientiertheit, herabgesetzte Libido, Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Nervosität, erhöhte Libido, Gleichgewichtsstörungen, beeinträchtigte Koordination, Aufmerksamkeitsstörung, Tagesschläfrigkeit, Lethargie, Zittern, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Hautentzündung, sexuelle Dysfunktion, Gewichtsveränderungen.

Gelegentlich (0.1-1%): Muskelschwäche, Harninkontinenz, unregelmässige Menstruation, Manie, Halluzinationen, Zorn, Agitation, Amnesie.

Selten (0.01-0.1%): Allergische Reaktionen

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Wie alle Benzodiazepine kann Alprazolam nach längerer und regelmässiger Anwendung (auch in der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung) abhängig machen. Zudem tritt mit der Zeit sehr häufig eine Toleranzentwicklung auf.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Alprazolam ist ab 18 Jahren zugelassen.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • Myasthenia gravis
  • schwere Ateminsuffizienz
  • Schlafapnoe
  • schwere Leberinsuffizienz
  • gleichzeitig mit HIV-Protease-Inhibitoren oder Azol-Antimykotika
  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • gleichzeitig mit Alkohol

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für Missbildungen des menschlichen Fötus.

Werden Benzodiazepine in der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen.

Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Alprazolam während der Stillperiode nicht angewendet werden bzw. muss abgestillt werden.

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C17H13ClN4

8-Chlor-1-methyl-6-phenyl-4H-[1,2,4]-triazolo[4,3-a][1,4]benzodiazepin