Wie äussern sich Angststörungen?

Jeder Mensch hat einmal Angst. Angst ist eine natürliche und wichtige Emotion des Menschen, doch Angststörungen haben mit dem, was wir als alltägliche „Angst“ empfinden wenig zu tun. Es ist viel mehr eine Angst die ausser Kontrolle gerät, eine Angst die überschäumt und alles übertrifft was man von Seiten der Angst kennt.

Angststörungen können sich in verschiedenen Formen äussern. Manche Störungen sind dauerhaft vorhanden, andere kommen in unaufhaltsamen Wellen. Manche haben einen konkreten Auslöser, andere kommen auf Knopfdruck aus dem Nichts.

Oft ist die Angst vor der Angst ein Folgeresultat dieser Erkrankungen. Der Betroffene befindet sich in einem dauerhaften körperlichen und psychischen Alarm- und Spannungszustand aus der Erwartung, dass etwas schlimmes passieren wird oder die nächste Attacke kommt.

Angststörungen können das Leben massiv beeinträchtigen. Es gibt Menschen, die nicht mehr aus dem Hause kommen, jene die Zwangsstörungen entwickeln, einige die spezifische Situationen meiden, jene die in dauerhafter Angst vor einer Panikattacke leben usw.

So schlimm sich Angststörungen anfühlen, so positiv sind die Nachrichten wenn es um die Behandlung geht. Angststörungen lassen sich in der Regel sehr gut behandeln. Dies geschieht meist mittels Psychotherapie (vor allem Verhaltenstherapie) und/oder Medikamenten (vor allem der SSRI/SSNRI-Klasse).

Statistiken
  • Die Warscheinlichkeit einmal im Leben an einer Angststörung zu erkranken liegt bei ca. 15%
  • 7% der Bevölkerung leiden aktuell unter einer Angststörung
  • Frauen sind rund doppelt so häufig betroffen wie Männer (2:1)
  • Das Erkrankungsalter von spezifischen Phobien liegt meist bereits in der Kindheit
  • Eine soziale Phobie beginnt meist in der Pupertät
  • Das durchschnittliche Erkrankungsalter einer Agoraphobie liegt zwischen 20 und 30 Jahren
  • Die Ersterkrankung einer generalisierten Angststörung liegt meist in der Kindheit oder Jugend
  • Häufiger treten Panikattacken erstmals im Teenageralter oder frühen Erwachsenenalter auf
  • Die mittlere Dauer zwischen Ersterkrankung und Diagnose liegt bei 5-15 Jahren
  • Angsterkrankungen verschwinden meist nicht von alleine bzw. ohne Behandlung
  • Angsterkrankungen verlaufen oft chronisch
  • Angststörungen treten häufig in Kombination mit Depressionen auf (Komorbidität)
Generalisierte Angststörung (GAS)

Eine generalisierte Angststörung (GAS) zeichnet sich dadurch aus, dass die Ängste dauerhaft vorhanden sind und nicht durch eine spezifische Umgebung (z.B. öffentliche Verkehrsmittel) ausgelöst werden. Sorgenbereiche sind vor allem die familiären/sozialen Beziehungen, Arbeit und Leistung, Gesundheitssorgen, Finanzen, Alltägliches.

Inhalt der Angst ist in den meisten Fällen eine unbegründete Sorge und Befürchtungen vor zukünftigen Unglücken oder Erkrankungen, die einen selbst oder Angehörige betreffen, sowie eine grosse Anzahl weiterer Sorgen und Vorahnungen.

Dies schränkt den Betroffenen in seiner Lebensqualität enorm ein und kann soweit gehen, dass er kaum mehr in der Lage ist alltägliche Aufgaben zu bewältigen.

Der Betroffene hat meist somatische (körperliche) sowie psychische Symptome. Diese reichen von Zittern über Herzrasen, Schwindel, innere Unruhe Nevosität, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Benommenheit bis hin zu Schlafstörungen etc.

Gemäss dem internationalen Diagnoseverzeichnis (ICD-10) müssen über mindestens 6 Monate lang folgende Symptome an den meisten Tagen vorhanden sein:

 

  • Befürchtungen (Sorge über zukünftiges Unglück, Nervosität, Konzentrationsprobleme etc.)
  • Motorische Spannung (körperliche Unruhe, Spannungskopfschmerz, Zittern, Unfähigkeit sich zu entspannen)
  • Vegetative Symptome (Benommenheit, Schwitzen, Frieren, hoher Puls oder erhöhte Atemfrequenz, Oberbauchbeschwerden, Schwindelgefühle, Mundtrockenheit etc.)
  • Psychische Symptome (Gefühl von Schwindel, Unsicherheit und Benommenheit, Derealisation und Depersonalisation, Angst vor Kontrollverlust, Angst zu sterben)
  • Symptome in Thorax oder Abdomen (Atembeschwerden, Beklemmung, Schmerzen, Übelkeit)

Damit es zu einer Diagnose der generalisierten Angststörung kommt, darf die Angst nicht als Folgeerscheinungen von anderen Krankheiten (z.B. Depressionen) erscheinen.

Bei einer GAS ist es häufig der Fall, das der Betroffene erst wegen körperlichen Beschwerden einen Arzt aufsucht und die Krankheit je nachdem lange verkannt wird.

Eine generalisierte Angststörung wird meist mittels Psychotherapie und Medikamenten aus der SS(N)RI-Klasse behandelt.

Panikstörung (Panikattacken)

Die betroffene Person erlebt eine Panikattacke als lebensbedrohlich. Panikattacken sind wie Wellen, welche manchmal ohne ersichtlichen Grund oder auch durch spezifische Auslöser wie z.B. eine Menschenmasse (Agoraphobie) auftreten. Der betroffene erstarrt, fängt schwer an zu atmen, sein Puls steigt rapide an, meistens bildet sich Schweiss auf der Haut etc. Panik ist ein Schutzmechanismus des Menschen (Kampf, Flucht, Totstellreflex), welcher ausser Kontrolle gerät. Oft wird auch die Angst vor der Angst das Problem. Der Betroffene befindet sich in einer dauerhaften ängstlichen Erwartungshaltung vor der nächsten Attacke. Folgende Symptome können auftreten:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle bis hin zur Angst zu ersticken.
  • Hyperventilation (als Folge können zudem Kribbelgefühle in Gesicht und Händen sowie Muskelkrämpfe auftreten)
  • Herzrasen
  • Schweissausbrüche/kalter Schweiss
  • Zittern
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“, „ich kriege keine Luft/ersticke“)
  • Depersonalisationsgefühle/Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände
  • Agoraphobie (Angst vor Menschenmassen und/oder grossen Plätzen)

Panikattacken schränken die Betroffenen stark in ihrer Lebensqualität ein. Dies kann soweit gehen, dass der Patient aus Angst vor einer erneuten Attacke sein Zuhause nicht mehr verlassen kann. Jede Gefühlregung wird fortlaufend Interpretiert und bei jeder Unregelmässigkeit „schrillen die Alamglocken“ das ein erneuter Anfall bevorstehen könnte.

Panikstörungen lassen Sie in der Regel gut behandeln. Mit Psychotherapie oder Medikamenten. Kurzfristig sind oft Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine (z.B. Lorazepam oder Alprazolam) alternativlos. Sie lösen die Ängste innert 20-30 Minuten. Da Benzodiazepine aufgrund ihrer Abhängigkeitsgefahr (bei längerer regelmässiger Einnahme) sowie Toleranzentwicklung (man braucht immer eine höhere Dosis um den gleichen Effekt zu erzielen) für eine längere Behandlung ungeignet sind, kommen vorwiegend Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse zum Einsatz. Diese wirken nach ca. 4-6 Wochen täglicher Einnahme.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Seit dem Krieg im Irak und der Rückkehr von traumatisierten Soldaten sind Posttraumatische-Belastungsstörungen (PTBS) kein gesellschaftliches Randphänomen mehr. Durch den Irakkrieg starben ein vielfaches mehr westliche Soldaten an PTBS (Suizid), als in direkten Kampfhandlungen.

Einer PTBS gehen definitionsgemäss ein oder mehrere belastende Ereignisse von aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmass (Trauma) voran. Dabei muss die Bedrohung nicht unbedingt die eigene Person betreffen, sondern sie kann auch bei anderen erlebt werden (z. B. wenn man Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat wird).

Die PTBS tritt in der Regel innerhalb eines halben Jahres nach dem traumatischen Ereignis auf und geht mit unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher. Häufig kommt es zum Gefühl von Hilflosigkeit, sowie durch das traumatische Erleben zu einer Erschütterung des Ich- und Weltverständnisses. Depressionen, Panikattacken und Symptome einer generalisieren Angststörung treten fast in allen Fällen auf.

Aktuell laufen in den USA Experimente PTBS mit MDMA (ein Bestandteil von Ectasy) zu behandeln, mit grossem Erfolg. Unter MDMA werden im Beisein eines Arztes und eines Psychotherapeuten Therapie-Sitzungen durchgeführt. MDMA als Eigenmedikation zu konsumieren kann Depressionen und Angststörungen allerdings massiv verstärken!

Gemäss dem Diagnose-Verzeichnis ICD-10 sind folgene Symptome im Zuge einer PTBS zu erwarten:

  • Der Betroffene war (kurz oder lang anhaltend) einem belastenden Ereignis von aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmass ausgesetzt, dass bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.
  • Es müssen anhaltende Erinnerungen an das traumatische Erlebnis, oder das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks, Träumen oder Albträumen), oder eine innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder damit in Zusammenhang stehen, vorhanden sein.
  • Der Betroffene vermeidet (tatsächlich oder möglichst) Umstände, die der Belastung ähneln.
  • Mindestens eines der folgenden Kriterien (1. oder 2.) ist erfüllt: 1. eine teilweise oder vollständige Unfähigkeit, sich an einige wichtige Aspekte des belastenden Erlebnisses zu erinnern; oder 2. anhaltende Symptome einer erhöhten psychischen Sensitivität und Erregung, wobei mindestens zwei der folgenden Merkmale erfüllt sein müssen:
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • erhöhte Schreckhaftigkeit
  • Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit)
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Reizbarkeit und Wutausbrüche

Die Symptome müssen innerhalb von sechs Monaten nach dem belastenden Ereignis (oder der Belastungsperiode) auftreten.

Häufig sind zudem sozialer Rückzug, ein Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen sowie eine Beeinträchtigung der Stimmung (bis hin zu Depressionen). Manche Betroffene sind kaum mehr fähig ihren Alltag zu bewältigen. Immer und überall erwarten Sie Gefahren, auch wenn diese objektiv völlig irrational sind.

Wichtig bei einer PTBS ist eine längere Psychotherapie um das Trauma zu verarbeiten. Bis diese wirkt können jedoch Monate, wenn nicht Jahre vergehen. Die Psychotherapie kann durch Medikamente (vorwiegend der SSRI/SSNRI-Klasse) ergänzt werden.

Soziale Phobie

Menschen mit einer sozialen Phobie vermeiden krankhaft Situationen, in welcher sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen könnten. Sie haben Angst davor, dass ihnen ihre Angst und Nervosität anzusehen ist oder ihnen etwas peinliches passiert.

Folgende Kriteren definiert das internationale Diagnoseverzeichnis ICD-10:

  • Zentral ist die Furcht vor prüfender Betrachtung in überschaubaren Gruppen.
  • Die Angst kann sich auf bestimmte Situationen wie Essen oder Sprechen in der Öffentlichkeit oder Treffen mit Menschen eines begehrten Geschlechts beschränken; sie kann aber auch unbestimmt sein und in fast allen sozialen Situationen außerhalb der Familie auftreten.
  • Häufig bestehen niedriges Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik.
  • Als Begleitphänomene können Erröten, Vermeiden von Blickkontakt, Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Durchfall, Übelkeit oder Harndrang auftreten.
  • Die Symptomatik kann sich bis zu Panikattacken verstärken.
  • Ausgeprägtes Vermeidungsverhalten kann zu vollständiger sozialer Isolation führen.

Eine soziale Phobie, wird meist mittels Medikamente (vorwiegend aus der Gruppe der SSRI’s und SSNRI’s) und/oder einer Verhaltenstherapie behandelt.

Agoraphobie

Agoraphobie tritt seltener isoliert bzw. häufiger im Zusammenhang mit Panikattacken (Panikstörung)  auf. Es gibt gemäss dem internationalen Diagnosenverzeichnis ICD-10 folgende Auslöser (Kriterien wann von einer Agoraphobie zu sprechen ist):

  1. Menschenmengen
  2. öffentliche Plätze
  3. Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause
  4. Reisen alleine

Agoraphobie kann soweit gehen, dass die betroffene Person ihr Zuhause nicht mehr verlassen kann. Liegt gleichzeitig eine Panikstörung vor, wird die Agoraphobie dieser untergeordnet. Die Behandlung von Agoraphobie wird meistens mittels Verhaltenstherapie und in schwereren Fällen auch mittels Medikamenten (SSRI’s und SSNRI’s) vollzogen.

sonstige Phobien

Phobien sind eine Angst vor definierten Umständen. Die bekannstesten sind wohl Klaustrophobie (Angst vor engen geschlossenen Räumen), Arachnophobie (Angst vor Spinnen) und Ophidiophobie (Angst vor Schlangen). In schwereren Fällen kann eine Phobie Panikattacken auslösen.

Ebenfalls häufig ist ein panischer und nahezu hysterischer Rückzug vom Ort des Geschehens. Bei spezifischen Phobien (z.B. Spinnen) fühlt sich die betroffene Person übernatürlich (bzw. krankhaft) angewidert was zusätzlich zu Würgereizen, Erbrechen, Schwindel und Ohnmacht führen kann.

 

Phobische Störungen beschreibt das internationale Diagnoseverzeichnis ICD-10 wie folgt:

„Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschliesslich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.“

Die meisten Phobien schränken die betroffene Person nicht so sehr ein, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewälltigen kann. Es gibt jedoch auch Phobien (z.B. Klaustrophobie), bei der es zu massiveren Beeinträchtigungen der Lebensqualität kommen kann.

Meist ist eine Behandlung durch Medikamente nicht nötig. Angezeigt ist bei einer starken Beeinträchtigung vor allem eine Verhaltenstherapie.

Übersicht über fast alle Phobien:

 

A

  • Ablutophobie – Angst vor dem Waschen/Baden
  • Acarophobie – Furcht vor Insektenstichen/stechenden Insektern ODER Infektion durch Milben und Zecken ODER vor Kleinstlebewesen
  • Acerophobie – Angst vor Säuerlichkeit
  • Achluophobie – Angst vor Dunkelheit
  • Acidophobie – Angst vor Säure
  • Acousticophobie / Acoustophobie – Angst vor Lärm und Geräuschen
  • Acrophobie – Angst vor Höhe
  • Aelurophobie – Angst vor Katzen
  • Aeroacrophobie – Angst vor hochgelegenen, weiten Plätzen
  • Aeroacrophobie – Angst vor offenen, hochgelegenen Orten
  • Aeronausiphobie – Angst, durch Luftkrankheit sich übergeben zu müssen
  • Aerophobie – Angst, Luft zu verschlucken, schädliche Gase einzuatmen
  • Agaraphobie – Angst, angefasst zu werden
  • Agateophobia – Angst vor Geisteskrankheiten
  • Agliophobie – Angst vor Schmerz
  • Agoraphobie – Angst vor (räumlich) weiten Plätzen/Platzangst
  • Agraphobie – Angst vor sexuellem Missbrauch
  • Agrizoophobie – Angst vor wilden Tieren
  • Agyrophobie – Angst, verkehrsreichen Straßen zu überqueren
  • Aichmophobie – Angst vor spitzen Gegenständen ODER Angst vor Punkten
  • Ailurophobie – Angst vor Katzen
  • Akousticophobie – Angst vor Lärm
  • Albuminurophobie – Angst vor einer Nierenerkrankung
  • Alektorophobie – Angst vor Hühnern
  • Algophobie – Angst vor Schmerz
  • Alliumphobie – Angst vor Knoblauch
  • Allodoxaphobie – Angst vor einer Meinung
  • Altophobie – Angst vor der Höhe
  • Amakaphobie – Angst vor Eisenbahnen
  • Amathophobie – Angst vor Staub
  • Amaxophobie – Angst beim (selber) Fahren von Vehikeln
  • Ambulophobie – Angst, zu stehen und zu laufen
  • Amelophobie – Angst vor Menschen mit fehlenden Gliedmaßen/Amputationen
  • Amnesiphobie – Angst vor Gedächtnisverlust
  • Amychophobie – Angst, sich zu kratzen/gekratzt zu werden
  • Anablephobie – Angst, hochzusehen
  • Anatidaephobie – Angst, von Enten beobachtet zu werden
  • Ancraophobie / Anemophobie – Angst vor Wind
  • Androphobie – Angst vor Männern
  • Anginophobie – Angst vor Angina, Würgen, Enge
  • Anglophobie – Angst vor England / seiner Kultur etc.
  • Angrophobie – Angst vor Wut ODER Angst, wütend zu werden
  • Ankylophobie – Angst, ein Gelenk würde unbeweglich
  • Anophelophobie – Angst, die Frau beim Sex zu verletzen
  • Anthrophobie / Anthophobie – Angst vor Blumen
  • Anthropophobie – Angst vor Menschen und der Gesellschaft
  • Antlophobie – Angst vor einer Überschwemmung
  • Anuptaphobie – Angst, alleinstehend zu bleiben
  • Apeirophobie – Angst vor der Unendlichkeit
  • Aphenphosmophobie – Angst vor Berührungen
  • Apiphobie – Angst vor Bienen
  • Apotemnophobie – Angst vor Menschen mit fehlenden Gliedmaßen/Amputationen
  • Aquaphobie – Angst vor Wasser, Wasser zu trinken
  • Arachibutyrophobie – Angst, dass Erdnussbutter am Gaumen klebenbleibt
  • Arachnaphobie / Arachnephobie / Arachniphobie / Arachnophobie – Angst vor Spinnen
  • Arithmophobie – Angst vor Zahlen
  • Arrhenphobie – Angst vor Männern
  • Arsonphobie – Angst vor Feuer
  • Asthenophobie – Angst vor Ohnmacht ODER Angst vor Schwäche
  • Astraphobie / Astrapophobie – Angst vor Blitzen
  • Astrophobie – Angst vor Sternen / dem Himmelsraum
  • Asymmetriphobie – Angst vor asymmetrischen Dingen
  • Ataxiophobia – Angst vor Ataxie (Koordinationsstörung)
  • Ataxophobie – Angst vor Unordnung
  • Atelophobie – Angst vor Unvollkommenheit
  • Atephobie – Angst vor Ruinen
  • Athazagoraphobie – Angst vergessen/ignoriert zu werden ODER Angst, zu vergessen
  • Atomosophobie – Angst vor Atomexplosionen
  • Atychiphobie – Angst, Fehler zu begehen
  • Aulophobie – Angst vor Flöten
  • Auquaphobie – Angst vor Wasser
  • Aurophobie – Angst vor Gold
  • Auroraphobie – Angst vor Nordlichtern
  • Australophobie – Angst vor Australien, seiner Kultur
  • Autodysomophobie – Angst vor etwas, das abscheulich riecht
  • Automatonophobie – Angst vor Puppen (allem, was einem Individuum ähnlich sieht)
  • Automysophobie – Angst, schmutzig zu sein
  • Autophobie – Angst, alleine u./o. auf sich alleine gestellt zu sein ODER vor sich selbst
  • Aviophobie / Aviotophobie – Angst vor dem Fliegen

 

B

  • Babushkaphobie – Angst oder Abneigung von Frauen gegenüber ihrer Großmutter
  • Bacillophobie – Angst vor Mikroben
  • Bacteriophobie – Angst vor Bakterien
  • Ballistophobie – Angst vor Feuerwerkskörper und Schusswaffenpatronen
  • Bargainophobie – Angst vor Ausverkäufen
  • Barophobie – Angst vor der Schwerkraft
  • Basiphobie / Basophobie – Angst, nicht gehen zu können, zu fallen
  • Bathmophobie – Angst vor Stufen oder abschüssigen Abhängen
  • Bathonophobie – Angst vor Pflanzen
  • Bathophobie – Tiefenangst, Angst vor Schwindel
  • Batophobie – Höhenangst, Angst, vor großen Gebäuden
  • Batrachophobie – Angst vor Amphibien
  • Belonophobie – Angst vor Nadeln
  • Bibliophobie – Angst vor Büchern
  • Blennophobie – Angst vor Schleim
  • Bogyphobie – Angst vor Bogeys (Golfbegriff)
  • Bolshephobie – Angst vor dem Bolschewismus
  • Botanophibie – Angst vor Pflanzen
  • Bromidrosiphobie / Bromidrophobie – Angst vor Körpergeruch
  • Brontophobie – Angst vor Blitz und Donner
  • Bufonophobie – Angst vor Kröten

 

C

  • Cacophobie – Angst vor Häßlichkeit
  • Cainophobie / Cainotophobie – Angst vor Neuerung
  • Caligynephobie – Angst vor schönen Frauen
  • Cancerophobie / Carcinophobie – Angst vor Krebserkrankungen
  • Canophobie – Angst vor Hunden
  • Cardiophobie – Angst, etwas am Herzen zu haben
  • Carnophobie – Angst vor Fleisch
  • Catagelophobie – Angst vor Verspottung / lächerlich gemacht zu werden
  • Catapedaphobie – Angst, von etwas herunterzuspringen
  • Cathisophobie – Angst, zu sitzen
  • Catoptrophobie – Angst vor Spiegeln
  • Celtophobie – Angst vor den Kelten, ihrer Kultur
  • Cenophobie / Centophobie – Angst vor Neuerungen oder Ideen
  • Ceraunophobie / Keraunophobie – Angst vor Blitz und Donner
  • Chaetophobie – Angst vor Haaren
  • Cheimaphobie / Cheimatophobie – Angst vor Kälte
  • Chemophobie – Angst vor Chemikalien
  • Cherophobie – Angst vor Fröhlichkeit, Lustigkeit
  • Chionophobie – Angst vor Schnee
  • Chiraptophobie – Angst vor Berührung
  • Chirophobia – Angst vor Händen
  • Cholerophobie – Angst vor Wut, auch Angst vor Cholera
  • Chorophobie – Angst, zu tanzen
  • Chrematophobie / Chrometophobie – Angst vor Geld
  • Chromatophobie / Chromophobie – Angst vor (grellen) Farben
  • Chronomentrophobie – Angst vor Uhren
  • Chronophobie – Angst vor Zeit, Dauer
  • Chthonophobie – Angst, Schmutz zu verschlucken
  • Cibophobie – Angst vor Nahrung
  • Claustrophobie – Angst vor geschlossenen Räumen
  • Cleithrophobie / Cleisiophobie / Clithrophobie – Angst, eingesperrt zu sein
  • Cleptophobie – Angst, etwas zu stehlen
  • Climacophobie – Angst vor Treppen, zu klettern ODER Angst, herunterzufallen
  • Clinophobie – Angst ins Bett zu gehen
  • Cnidophobie – Angst vor Stacheln
  • Coimetrophobie – Angst vor Friedhöfen
  • Coitophobie – Angst vor Geschlechtsverkehr
  • Cometophobie – Angst vor Kometen
  • Contreltophobie – Angst vor sexuellem Missbrauch
  • Coprastasophobie – Angst vor Verstopfung
  • Coprophobie – Angst vor Exkrementen
  • Coulrophobie – Angst vor Clowns
  • Counterphobie – die Präferenz von Phobikern für furchtbare Situationen
  • Cremnophobie – Angst vor Abgründen
  • Cringophobie – Angst vor Lateinamerika, deren Kultur
  • Cryophobie – Angst vor Kälte, Eis, Frost
  • Crystallophobie – Angst vor Kristall und Glas
  • Cyberphobie – Angst vor Computern / an Computern arbeiten zu müssen
  • Cypridophobie / Cypriphobie / Cyprianophobie / Cyprinophobie – Angst vor Prostituierten oder Geschlechtskrankheit
  • Cyclophobie – Angst vor Fahrrädern
  • Cymophobie – Angst vor Wellen / wellenartigen Bewegungen
  • Cynophobie – Angst vor Hunden oder Tollwut

 

D

  • Daemonophobie / Demonophobie – Angst vor Dämonen
  • Decidophobie – Angst, Entscheidungen zu treffen
  • Defecaloesiophobie – Angst vor einer schmerzhaften Organbewegungen
  • Deipnophobie – Angst, vor einer Mahlzeit, bzw. einer Unterhaltung während einer Mahlzeit
  • Dementophobie – Angst vor Wahnsinn
  • Demophobie – Angst vor Menschenmassen und überfüllten Plätzen
  • Dendrophobie – Angst vor Bäumen
  • Dentophobie – Angst vor dem Zahnarzt
  • Dermatophobie / Dermatosiophobie / Dermatophobie / Dermatopathophobie – Angst vor Hautkrankheiten
  • Dextrophobie – Angst vor Dingen, die sich an der rechten Körperhälfte befinden
  • Diabetophobie – Angst vor Diabetes
  • Didaskaleinophobie – Angst, in die Schule zu gehen
  • Dikephobie – Angst vor Gerechtigkeit
  • Dinophobie – Angst vor Schwindel oder vor Whirlpools
  • Diplopiphobie – Angst, doppelt zu sehen
  • Dipsophobie – Angst vor dem Trinken
  • Dishabiliophobie – Angst, sich vor jem. Auszuziehen
  • Domatophobie – Angst vor Häusern, sich in einem Haus zu befinden
  • Doraphobie – Angst vor Haut, Fell oder Tierhäuten
  • Doxophobie – Angts, eine Meinung auszudrücken ODER Angst, Lob zu erhalten
  • Dromophobie – Angst, eine befahrene Straße zu überqueren
  • Dromosiderophobie – Angst vor Eisenbahnen
  • Dutchphobie – Angst vor Holland, seiner Kultur etc.
  • Dysmorphobie – Angst vor Entstellung
  • Dysmorphophobie – Angst vor Deformation / Missbildungen
  • Dystychiphobie – Angst vor Unfällen

 

E

  • Easiophobie – Angst, zu schreiben
  • Ecclesiophobie – Angst vor Kirchen
  • Ecophobie – Angst vor dem Zuhause
  • Eicophobie – Angst vor der heimischen Umgebung
  • Eisoptrophobie – Angst, sich im Spiegel zu betrachten
  • Electrophobie – Angst vor Elektrizität
  • Eleutherophobie – Angst vor Freiheit
  • Elurophobie – Angst vor Katzen
  • Emetophobie – Angst, sich übergeben zu müssen
  • Enetophobie – Angst vor Nadeln
  • Enissophobie / Enosiophobie – Angst, eine unverzeihliche Sünde begangen zu haben ODER Angst vor Kritik
  • Enochlophobie – Angst vor Menschenmassen
  • Enophobie – Angst vor Wein
  • Entomophobie – Angst vor Insekten
  • Eosophobie – Angst vor Tageslicht, Dämmerung
  • Ephebiphobie – Angst vor Teenagern
  • Epistaxiophobie – Angst vor Nasenbluten
  • Epistemophobie – Angst vor Wissen
  • Equinophobie – Angst vor Pferden
  • Eremophobie – Angst alleine/auf sich selbst gestellt zu sein
  • Ereuthrophopbie – Angst vor Schamröte
  • Ergasiophobie – Angst vor der Arbeit / dem Arbeiten oder Angst eines Chirurgen vor einer Operation
  • Ergophobie – Angst vor Arbeit
  • Eretephobie – Angst vor Nadeln
  • Erotophobie – Angst vor Sex / sexuellen Fragen
  • Erythrophobie – Angst vor der Farbe Rot / Rotlichtern / dem Erröten
  • Esodophobie – Angst vor dem ersten Sexualakt
  • Euphobie – Angst vor guten Neuigkeiten
  • Eurotophobie – Angst vor weiblichen Genitalien

 

F

  • Febriphobie / Fibriophobie / Fibriphobie – Angst vor Fieber
  • Felinophobie – Angst vor Katzen
  • Francophobie – Angst vor Frankreich, seiner Kultur etc.
  • Friggaphobie – Angst vor Freitagen
  • Frigophobie – Angst vor Erkältung / kalten Dingen

 

G

  • Galiophobie / Gallophobie – Angst vor Frankreich, seiner Kultur etc.
  • Gamophobie – Angst vor Heirat
  • Geliophobie – Angst vor dem Lachen
  • Geniophobie – Angst vor einem Kinn
  • Genophobie – Angst vor Sex
  • Genuphobie – Angst vor dem Knie
  • Gephydrophobie / Gephyrophobie / Gephysrophobie – Angst, Brücken zu überqueren
  • Gerascophobie – Angst, zu altern
  • Germanophobie – Angst vor Deutschland, seiner Kultur etc.
  • Gerontophobie – Angst vor dem Alter/alten Menschen
  • Geumaphobie / Geumophobie – Angst vor Geschmack
  • Glossophobie – Angst, in der Öffentlichkeit / vor Leuten zu sprechen
  • Glucodermaphobie – Angst vor der Haut, die sich auf warmer, zu lange stehengelassenen Milch bildet
  • Gnosiophobie – Angst vor Wissen
  • Graphophobie – Angst zu schreiben / handschriftlich zu schreiben
  • Gymnophobie – Angst vor Nacktheit
  • Gymnogasterphobie – Angst vor nackten Bäuchen
  • Gynephobie / Gynophobie – Angst vor Frauen
  • Gynäkophobie – Angst vor weiblichen Geschlechtsteilen

 

H

  • Hadephobie – Angst vor der Hölle
  • Haematophobie / Hämatophobie – Angst vor Heiligen und heiligen Dingen oder Blut
  • Hagiophobie – Angst vor Heiligen / heiligen Dingen
  • Hamartophobie – Angst, zu sündigen
  • Haphephobie / Haptephobie – Angst vor Berührung
  • Harpaxophobie – Angst, ausgeraubt zu werden / vor Dieben
  • Hedonophobie – Angst, Freude zu empfinden
  • Heliophobie – Angst vor der Sonne, Sonnenschein
  • Hellenologophobie – Angst vor griechischen (Fach-)Ausdrücken
  • Helminthophobie – Angst, Würmer zu haben
  • Hemaphobie / Hematophobie / Hemophobie – Angst vor Blut
  • Heresyphobie / Hereiophobiae – Angst vor radikalen Abweichungen oder Angst vor Anfechtung der öffentlichen Lehrmeinung
  • Herpetophobie – Angst vor Reptilien oder Kriechtieren
  • Heterophobie – Angst vor dem anderen Geschlecht
  • Hexakosioihexekontahexaphobie – Angst vor der Zahl 666
  • Hierophobie – Angst vor Priestern / heiligen Dingen
  • Hippophobie – Angst vor Pferden
  • Hippopotomonstrosesquippedaliophobie – Angst vor langen Wörtern
  • Hobophobie – Angst vor Vagabunden und Bettlern
  • Hodophobie – Angst vor Straßen, auf einer Straße zu reisen
  • Homichlophobie – Angst vor Nebel
  • Homilophobie – Angst vor Predigten
  • Hominophobie – Angst vor Männern
  • Homophobie – Angst vor Gleichgültigkeit, Monotonie oder Angst vor Homosexualität oder Angst, homosexuell zu werden
  • Hoplophobie – Angst vor Feuerwaffen
  • Hormephobie – Angst vor einem Schock
  • Hyalophobie / Hyelophobie – Angst vor Glas
  • Hydrargyophobie – Angst vor quecksilberhaltigen Medikamenten
  • Hydrophobie – Angst vor Wasser, Wasser zu trinken ODER Angst vor Tollwut
  • Hydrophobophobie – Angst vor Tollwut
  • Hygrophobie – Angst vor Feuchtigkeit, Nässe
  • Hylephobie – Angst vor Materialismus ODER ANgst vor Epilepsien
  • Hylophobie – Angst vor Wäldern
  • Hypegiaphobie / Hypengyophobie – Angst vor Verantwortung
  • Hypertrichophobie – Angst vor Haaren
  • Hypnophobie – Angst vor dem Schlaf ODER Angst, Hypnotisiert werden
  • Hypnotopophobie – Angst vorm Bettenmachen
  • Hypopphobie – Mangel an Angst
  • Hypsiphobie – Angst vor Höhe

 

I

  • Iatrophobie – Angst vor dem Arzt(-besuch)
  • Ichthyophobie – Angst vor Fischen
  • Ideophobie – Angst vor Ideen
  • Illyngophobie – Angst vor Schwindel, auf den Boden schauen
  • Insectophobie – Angst vor Insekten
  • Iophobie – Angst vor Gift, vergiftet zu werden/sein
  • Islamophobie – Angst gegenüber Muslimen / dem Islam
  • Isolohobie – Angst vor Einsamkeit, alleine zu sein
  • Isopterophobie – Angst vor Termiten, Insekten die Holz befallen
  • Ithyphallophobie – Angst, eine Erektion zu sehen, daran zu denken oder zu haben

 

J

  • Japanophobie – Angst vor Japan, seiner Kultur etc.
  • Judeophobie – Angst vor Juden

 

K

  • Kainolophobie / Kainophobie – Angst vor Neuerung
  • Kakorrhaphiaphobie – Angst vor Fehlern oder besiegt zu werden
  • Karzinophobie – Angst vor Krebserkrankung
  • Katagelophobie – Angst, lächerlich gemacht zu werden
  • Kathisophobie – Angst, sich hinzusetzen
  • Karagulophobie – Angst, lächerlich gemacht zu werden/sich selbst Lächerlich zu machen
  • Kenophobie – Angst vor leeren Räumen oder Leere allgemein
  • Keraunophobie – Angst vor Blitz und Donner
  • Keraunothentophobie – Angst vor herabstürzenden Satelliten
  • Kinesophobie / Kinetophobie – Angst vor Bewegungen oder sich zu bewegen
  • Klaustrophobie – Angst vor/in engen Räumen
  • Kleptophobie – Angst vor Dieben, bestohlen zu werden oder selbst zu stehlen
  • Koinoniphobie – Angst vor Räumen
  • Kolpophobie – Angst vor (weiblichen) Genitalien
  • Koniophobie – Angst vor Staub
  • Kopopobie – Angst vor Ermüdung
  • Kosmikophobie – Angst vor kosmischen Ereignissen, Phänomenen
  • Kymophobie – Angst vor Wellen / wellenartigen Bewegungen
  • Kynophobie – Angst vor Tollwut
  • Kyphophobie – Angst sich zu bücken

 

L

  • Lachanophobie – Angst vor Gemüse
  • Laliophobie / Lalophobie – Angst zu sprechen (v.a. bei Stotterern)
  • Lepraphobie / Leprophobie – Angst vor Lepra
  • Leukophobie – Angst vor der Farbe Weiss
  • Levophobie – Angst vor Dingen, die sich an der linken Körperhälfte befinden
  • Ligyrophobie – Angst vor lauten Geräuschen
  • Lilapsophobie – Angst vor Tornados (Hurrikane, Taifune etc.)
  • Limnophobie – Angst vor Seen
  • Linonophobie – Angst vor Schnüren
  • Liticaphobie – Angst vor Rechtsprozessen
  • Lockiophobie – Angst vor der Kindesgeburt
  • Logiozomechanophobie – Angst vor Computern
  • Logophobie – Angst vor Wörtern
  • Luiphobie – Angst vor Syphilis
  • Lutraphobie – Angst vor Ottern
  • Lygophobie – Angst vor Dunkelheit
  • Lyssophobie – Angst vor Tollwut ODER verrückt zu werden

 

M

  • Macrophobie – Angst, lange zu warten
  • Mageirocophobie – Angst, zu kochen
  • Maieusiophobie – Angst vor Geburt eines Kindes
  • Malaxiophobie – Angst vor Liebesspielen
  • Maniaphobie – Angst vor Wahnsinn / Manie
  • Mastigophobie – Angst vor Strafe
  • Mechanophobie – Angst vor Maschinen
  • Medecophobie – Angst, man sähe seine Erektion an einer Ausbeulung der Hose
  • Medomalacophobie – Angst, eine Erektion zu verlieren
  • Medorthophobie – Angst vor erigiertem Penis
  • Megalophobie – Angst vor großen Dingen
  • Melanophobie – Angst vor der Farbe Schwarz
  • Meleagrisphobie – Angst vor Truthähnen
  • Melissophobie – Angst vor Bienen
  • Melophobie – Angst vor oder Hass auf Musik
  • Meningitophobie – Angst vor Hirnerkrankung
  • Menophobie – Angst vor der Menstruation, Ausbleiben der Menstruation
  • Merinthophobie – Angst, gefesselt oder erhängt zu werden
  • Metallophobie – Angst vor Metall
  • Meteorophobie – Angst vor Meteoren
  • Methatesiophobie – Angst vor Veränderungen
  • Methrophobie – Angst vor oder Hass auf Poesie
  • Methyphobie – Angst vor Alkohol
  • Microbiophobie – Angst vor Mikroben
  • Microphobie – Angst vor winzigen Dingen
  • Misophobie / Mysophobie – Angst, mit Keimen oder Schmutz in Berührung zu kommen
  • Mnemophobie – Angst vor Erinnerungen
  • Molysmophobie / Molysomophobie – Angst vor Schmutz oder Ansteckung
  • Monopathophobie – Angst vor bestimmten Krankheiten
  • Monophobie – Angst vor Einsamkeit, alleine sein
  • Motorphobie – Angst vor Automobilen
  • Mottephobie – Angst vor Motten
  • Muriphobie / Musophobie – Angst vor Mäusen
  • Musicophobie – Angst vor Musik
  • Mycophobie – Angst/Abneigung vor Pilzen
  • Mycrophobie – Angst vor kleinen Gegenständen
  • Myctophobie – Angst vor Dunkelheit
  • Myrmecophobie – Angst vor Ameisen
  • Mythophobie – Angst vor Mythen, Geschichten oder Lügen/zu lügen
  • Myxophobie – Angst vor Schleim

 

N

  • Nebulaphobie – Angst vor Nebel
  • Necrophobie / Nekrophobie – Angst vor dem Tod, Leichen, Kadavern
  • Negrophobie – Angst vor Schwarzen (Menschen)
  • Nelophobie – Angst vor Glas
  • Neoorthographogermanophobie – Angst vor der neuen deutschen Rechtschreibung
  • Neopharmaphobie – Angst vor neuen Medikamenten / Drogen
  • Neophobie – Angst vor Neuerungen
  • Nephophobie – Angst vor Wolken
  • Noctiphobie – Angst vor der Nacht
  • Nomatophobie – Angst vor Namen
  • Nosemaphobie / Nosophobie – Angst, krank zu werden
  • Nosocomephobie – Angst vor Krankenhäusern
  • Nostophobie – Angst, heimzukehren
  • Novercaphobie – Angst vor Stiefmutter
  • Nucleomituphobie – Angst vor Nuklearwaffen
  • Nudophobie – Angst vor Nacktheit
  • Numerophobie – Angst vor Zahlen
  • Nyctohylophobie – Angst vor dunklen Wäldern, Wäldern bei Nacht
  • Nyctophobie – Angst vor Dunkelheit, Nacht

 

O

  • Obesophobie – Angst vor Gewichtszunahme
  • Ochlophobie – Angst vor Menschenmengen
  • Ochophobie – Angst vor Fahrzeugen
  • Octophobie – Angst vor der Zahl 8
  • Odontophobie – Angst vor Zähnen (auch tierischen Zähnen) oder Zahnarztbehandlungen
  • Odynephobie / Odynophobie – Angst vor Schmerz
  • Oecophobie – Angst vor dem Eigenheim, an das Eigenheim gebunden zu sein
  • Oenophobie – Angst vor Wein
  • Oikophobie – Angst vor Häusern, sich in einem Haus zu befinden
  • Olfactophobie – Angst vor Gerüchen
  • Ombrophobie – Angst vor Regen, durch Regen nass zu werden
  • Ommatophobie / Ommetaphobie – Angst vor Augen, Blicken
  • Oneirogmophobie – Angst vor feuchten Träumen
  • Oneirophobie – Angst vor Träumen
  • Onomatophobie – Angst, bestimmte Wörter oder Namen zu hören
  • Ophidiophobie – Angst vor Schlangen
  • Ophthalmophobie – Angst, angestarrt zu werden
  • Opiophobie – Angst vor der medizinischen Erfahrung eines Arztes, die richtigen Schmerzmittel zu verschreiben
  • Optophobie – Angst, die Augen zu öffnen
  • Oralophobie – Zahnarztangst, Dental-, oder Zahnbehandlungsangst
  • Ornithophobie – Angst vor Vögeln
  • Orthophobie – Angst vor Eigentum
  • Osmophobie / Osphresiophobie – Angst vor Gerüchen und Düften
  • Ostraconophobie – Angst vor Schalentieren
  • Ouranophobie – Angst vor dem Himmel

 

P

  • Paediophobie – Angst vor Puppen
  • Paedophobie – Angst vor Kindern
  • Pagophobie – Angst vor Eis oder Frost
  • Panophobie / Pantophobie – Angst vor Allem
  • Panthophobie – Angst vor Krankheiten oder Angst zu leiden
  • Papaphobie – Angst vor dem Papst
  • Papyrophobie – Angst vor Papier
  • Paralipophobie – Angst, seine Pflicht/Verantwortung zu vernachlässigen
  • Paraphobie – Angst vor sexueller Perversion
  • Parasitophobie – Angst vor Parasiten
  • Paraskavedekatriaphobie – Angst vor dem Freitag dem 13.
  • Pareunophobie – Angst vor Sex
  • Parthenophobie – Angst vor Jungfrauen / jungen Frauen
  • Parturiphobie – Angst vor der Kindesgeburt
  • Pathophobie – Angst vor Krankheit
  • Patroiophobie – Angst zu Erben
  • Peccatophobie – Angst, zu Sündigen ODER Angst vor imaginären Verbrechen
  • Pediculophobie – Angst vor Läusen
  • Pediophobie – Angst vor Puppen
  • Pedophobie – Angst vor Kindern
  • Pellagrophobie – Angst vor Pellagra (Vitaminmangelkrankheit)
  • Peladophobie – Angst vor Kahlköpfigen
  • Peniaphobie – Angst vor Armut
  • Pentheraphobie – Angst vor der Stiefmutter
  • Phagophobie – Angst vor Verschlucken, zu Essen oder Angst, gegessen zu werden
  • Phalacrophobie – Angst, eine Glatze zu bekommen
  • Phallophobie – Angst vor dem männlichen Geschlechtsorgan, besonders bei Erektion
  • Pharmacophobie – Angst, Medikamente/Drogen zu nehmen
  • Phasmophobie – Angst vor Geistern
  • Phengophobie – Angst Tageslicht, Sonnenschein
  • Philemaphobie / Philematophobie – Angst vor Küssen
  • Philophobie – Angst zu lieben, sich zu verlieben
  • Philosophobie – Angst vor der Philosophie
  • Phobophobie – Angst vor der Angst
  • Phonophobie – Angst vor Telefon oder Angst vor Lärm/Stimmen/der eigenen Stimme/laut zu sprechen
  • Photalgiophobie – Angst vor Photalgie
  • Photoaugliaphobie – Angst vor blendendem Licht
  • Photophobie – Angst vor Licht / Lichtscheuheit
  • Phronemophobie – Angst vor Gedanken
  • Phtiriophobie – Angst vor Läusen
  • Phtisiophobie – Angst vor Tuberkulose
  • Pilonidalphobie – Angst, einen Pilonidalsinus zu bekommen
  • Placophobie – Angst vor Grabsteinen
  • Plutophobie – Angst vor Reichtum
  • Pluviophobie – Angst vor dem Regen, durch Regen nass zu werden
  • Pneumatiphobie – Angst vor Geistern
  • Pnigerophobie / Pnigophobie – Angst, zu würgen oder zu ersticken
  • Pocrescophobie – Angst vor Gewichtszunahme
  • Pogonophobie – Angst vor Bärten
  • Poinephobie – Angst vor Bestrafung
  • Poliosophobie – Angst vor Poliomyelitis (Entzündung der grauen Rückenmarkssubstanz)
  • Politicophobie – Angst oder abnormale Missgunst gegenüber Politik(ern)
  • Polyphobie – Angst vor vielen Dingen/Situationen
  • Ponophobie – Angst vor Überarbeitung oder vor Schmerz
  • Pornophobie – Angst vor Erotikfilmen
  • Porphyrophobie – Angst vor der Farbe Purpur
  • Potamophobie – Angst vor Flüssen/fließenden Gewässern
  • Primosodophobie – Angst vor dem ersten sexuellen Akt
  • Proctophobie – Angst vor dem Rektalbereich, Analbereich bes. beim Sex
  • Prosophobie – Angst vor Fortschritt
  • Proteinphobie – Angst vor proteinreicher Nahrung
  • Psellismophobie – Angst, zu Stottern
  • Psychophobie – Angst vor dem eigenen Geist
  • Psychrophobie – Angst vor Erkältung / kalten Dingen
  • Pteromerhanophobie – Angst vor dem Fliegen
  • Pteronophobie – Angst, mit Federn gekitzelt zu werden oder vor Federn
  • Pupaphobie – Angst vor Puppen
  • Pyrexiophobie – Angst vor Fieber
  • Pyrophobie – Angst vor Feuer

 

Q

  • keine

 

R

  • Radiophobie – Angst vor Strahlung, Röntgenstrahlen
  • Ranidaphobie – Angst vor Fröschen
  • Rectophobie – Angst vor dem Rektalbereich, Rektalkrankheiten
  • Rhabdophobie – Angst vor harter, körperlicher Bestrafung oder Angst vor harter Kritik
  • Rhypophobie – Angst vor dem Stuhlgang
  • Rhytiphobie – Angst, Falten zu bekommen
  • Rupophobie – Angst vor Schmutz
  • Russophobie – Angst vor Russland, seiner Kultur etc.

 

S

  • Samhainophobie – Angst vor Halloween
  • Santaclausophobie – Angst vor Weihnachten, dem Weihnachtsmann
  • Sarmassophobie – Angst vor dem Liebesspiel, intime Berührungen
  • Satanophobie – Angst vor dem Teufel
  • Scabiophobie – Angst vor Krätze
  • Scatophobie – Angst vor Exkrementen
  • Scelerophobie – Angst vor bösen Menschen/Einbrechern
  • Sciaphobie / Sciophobie – Angst vor Schatten
  • Scoleciphobie – Angst vor Würmern
  • Scorodophobie – Angst vor Knoblauch
  • Scolionophobie – Angst vor der Schule
  • Scopophobie / Scoptophobie – Angst, gesehen, betrachtet oder angestarrt zu werden
  • Scotomaphobie – Angst vor Erblindung
  • Scotophobie – Angst vor Dunkelheit
  • Scriptophobie – Angst öffentlich zu schreiben
  • Selachophobie – Angst vor Haien
  • Selaphobie – Angst vor Lichtblitzen
  • Selenophobie – Angst vor dem Mond
  • Seplophobie – Angst vor Fäulnis
  • Sesquipedalophobie – Angst vor langen Wörtern
  • Sexophobie – Angst vor dem anderen Geschlecht, vor Sex
  • Siderodromophobie – Angst vor Zügen, Zugreisen oder Schienen
  • Siderophobie – Angst vor Sternen
  • Sinistrophobie – Angst vor Dingen auf der linken Seite, vor Linkshändern
  • Sinophobie – Angst vor China, seiner Kultur etc.
  • Sitiophobie / Sitophobie – Angst vor Nahrung
  • Soceraphobie – Angst vor Stiefeltern
  • Somniphobie – Angst vor dem Schlaf
  • Sophophobie – Angst vor dem Lernen
  • Soteriophobie – Angst, von anderen abhängig zu sein
  • Soziale Phobie – Angst, in sozialen Situationen negativ bewertet zu werden
  • Soziophobie / Sociophobie – Angst vor der Gesellschaft oder Menschen im Allgemeinen
  • Spacephobie – Angst vor dem Weltall
  • Spectrophobie – Angst vor Gespenstern
  • Spermatophobie / Spermaphobie – Angst vor Keimen
  • Sphairachaettophobie / Sphairachättophobie – Angst vor Haarbällen
  • Spheksophobie – Angst vor Wespen
  • Stasibasiphonbie / Stasiphobie – Angst, zu stehen und zu laufen
  • Staurophobie – Angst vor Kreuzen und Kruzifixen
  • Stenophobie – Angst vor Enge, engen Plätzen
  • Stigiophobie / Stygiophobie – Angst vor der Hölle
  • Suriphobie – Angst vor Mäusen

 

T

  • Tabophobie – Angst, an einer Krankheit dahinzusiechen
  • Tachophobie – Angst vor Geschwindigkeit
  • Taeniophobie / Teniophobie – Angst vor Bandwürmern
  • Taphephobie / Taphophobie – Angst vor Friedhöfen oder Angst, lebendig begraben zu werden
  • Tapinophobie – Angst, eine ansteckende Krankheit zu haben
  • Taurophobie – Angst vor Stieren
  • Technophobie – Angst vor Technologie
  • Teleophobie – Angst vor bestimmten Vorhaben oder religiösen Zeremonien
  • Telephonophobie – Angst vor Telefonen
  • Teratophobie – Angst, ein entstelltes Baby zu gebären / vor entstellten Menschen / vor Monströsem / vor Deformation
  • Testophobie – alle Arten von Prüfungsangst
  • Tetanophobie – Angst vor Tetanus
  • Textophobie – Angst vor bestimmten Stoffen / Gewebe
  • Thaasophobie – Angst, sich zu setzen
  • Thalassophobie – Angst vor dem Meer
  • Thanatophobie / Thantophobie – Angst vor dem Sterben, Tod
  • Theatrophobie – Angst vor Theatern
  • Theologicophobie – Angst vor der Theologie
  • Theophobie – Angst vor Gott oder Religion
  • Thermophobie – Angst vor Hitze
  • Tocophobie – Angst vor Schwangerschaft und Kindesgeburt
  • Tomophobie – Angst vor chirurgischen Operationen
  • Tonitrophobie – Angst vor Donner
  • Topophobie – Angst vor bestimmten Orten und Situationen, wie etwa Lampenfieber auf der Bühne
  • Toxicophobie / Toxiphobie / Toxophobie – Angst vor Gift und (zufälliger) Vergiftung
  • Traumatophobie – Angst vor Verletzung
  • Tremophobie – Angst vorm Zittern
  • Trichinophobie – Angst vor Trichinose (Tropenkrankheit)
  • Trichopathophobie / Trichophobie – Angst vor Haaren
  • Triskaidekaphobie – Angst vor der Zahl 13
  • Tropophobie – Angst, umzuziehen oder Angst vor Veränderungen
  • Trypanophobie – Angst vor Injektionen
  • Tuberculophobie – Angst vor Tuberkulose
  • Tyrannophobie – Angst vor Tyrannei, Tyrannen

 

U

  • Uranophobie – Angst vor dem Himmel
  • Urophobie – Angst vor Urin, zu urinieren

 

V

  • Vaccinophobie – Angst vor Impfungen
  • Venerophobie – Angst vor Geschlechtskrankheiten
  • Venustraphobie – Angst vor schönen Frauen
  • Verbophobie – Angst vor Wörtern
  • Verminophobie – Angst vor Bakterien
  • Virginitiphobie – Angst vor Vergewaltigung
  • Vestiphobie – Angst vor Kleidung
  • Vitricophobie – Angst vor dem Stiefvater

 

W

  • Walloonphobie – Angst vor den Wallonen
  • Wiccaphobie – Angst vor Hexen, Hexerei

 

X

  • Xanthophobie – Angst vor der Farbe Gelb
  • Xenoglossophobie – Angst vor fremden Sprachen / Wörtern
  • Xenophobie – Angst vor Fremden, Ausländern
  • Xerophobie – Angst vor Trockenheit, Dürre, Wüsten
  • Xylophobie – Angst vor Holz/Wäldern
  • Xyrophobie – Angst vor Klingen

 

Y

  • keine

 

Z

  • Zelophobie – Angst vor Eifersucht
  • Zemmiphobia – Angst vor Nacktmullen
  • Zeusophobie – Angst vor Gott/Göttern
  • Zoophobie – Angst vor Tieren

 

 

Zwangsstörungen

Für den Betroffenen besteht ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken und/oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge; er erlebt sie als übertrieben und sinnlos, kann ihnen willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Ein bekannter Zwang ist beispielsweise der sogenannte Putz-Zwang, wobei die betroffene Person penibel mehrmals pro Tag die Wohnung putzt und sich aus Angst vor Verschmutzung anschliessend nicht mehr frei in ihrer Wohnung bewegen kann. Zwangsstörungen gelten im vergleich zu anderen Angsterkrankungen als schwierig behandelbar. Die Einstufung der Zwangsstörung als Angststörung ist umstritten.

 

Das Internationale Diagnoseverzeichnis ICD-10 beschreibt eine Zwangsstörung wie folgt:

„Wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen. Sie sind fast immer quälend, der Patient versucht häufig erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich und häufig abstossend empfunden werden. Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Der Patient erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im Allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst deutlich.“

Zwangsstörungen werden neben Psychotherapie oft mit Medikamenten der SS(N)RI-Klasse behandelt.