Allgemeine Informationen

 

  • Handelsnamen: Abilify, div. Generika
  • Kategorie: Atypisches Neuroleptikum
  • Indikation: Bipolare Störungen, Manie, Psychosen, Rezidivprophylaxe
  • Sedierend: Nein
  • Libidoverlust: Nein
  • Gewichtsveränderung: Zunahme (ohne Häufigkeitsangabe, post-marketing Erfahrungen)

 

Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf) erfolgen.

Tablettenform
Alle Indikationen: 5-30mg

Sirup
Alle Indikationen: 5-30ml

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Aripiprazol wird grundsätzlich langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Nach ca. 1-7 Tage bei allen Indikationen

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Aripiprazol liegt zwischen 75 und 146 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit.

Häufig (1-10%): Müdigkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, erhöhter Speichelfluss, Blutdruck-Probleme, Herzrasen, verschwommenes Sehen, motorische Unruhe, Schwindel, Sedation, Tremor, Schläfrigkeit, extrapyramidale Symptome, Angst, innere Unruhe.

Gelegentlich (0.1-1%): Bewegungsstörungen im Gesicht, Krampfanfälle.

Selten (0.01-0.1%): Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem nach 3-4 Wochen.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Aripiprazol ist ab 13 Jahren zugelassen.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren.

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Aripiprazol) exponiert sind, besteht nach der Geburt die Gefahr von Entzugssymptomen. Diese Symptome beim Neugeborenen können Agitation, ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Atemnot und Störungen bei der Nahrungsaufnahme/Probleme beim Füttern einschliessen.

Aripiprazol geht in die menschliche Muttermilch über. Während der Therapie mit Aripiprazol soll nicht gestillt werden.

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C23H27Cl2N3O2

7-{4-[4-(2,3-Dichlorphenyl)piperazin-1-yl]-butoxy}-3,4-dihydro-1H-chinolin-2-on