Allgemeine Informationen
  • Handelsnamen: Sycrest, div. Generika
  • Kategorie: Atypisches Neuroleptikum
  • Indikation: Manie bei bipolaren Störungen
  • Sedierend: Möglich
  • Libidoverlust: Ja (gelegentlich)
  • Gewichtsveränderung: Zunahme (häufig)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 2x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Bipolare Störungen mit Manie: 10-20mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Neuroleptika werden meist langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden. Selten (z.B. bei akuter Manie) wird von Anfang an die Zieldosis verabreicht.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Nach ca. 1-2 Tage bei bipolaren Störungen mit Manie
Sedation ca. 1-2 Stunden nach der ersten Einnahme

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Asenapin liegt zwischen 16 und 24 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): Angst, Bewusstseinsstörungen.

Häufig (1-10%): Erhöhtes Gewicht, Appetitsteigerung, Bewegungsstörungen, motorische Unruhe, Störung des Bewegungsablaufes, Parkinsonismus, Sedierung, Schwindelgefühl, Geschmacksstörung, Druckempfindlichkeit im Maul, erhöhte Leberwertenzyme (Alaninaminotransferase), Verhärtung der Muskulatur, Ermüdung.

Gelegentlich (0.1-1%): Erhöhter Blutzucker, kurze spontane Bewusstlosigkeit, Krampfanfall, Störung der Motorik, Sprechstörungen, Herz-Probleme (Sinusbradykardie, Sinustachykardie), Herzfunktionsstörungen, QT-Verlängerung im EKG, Blutdruck-Probleme, geschwollene Zunge, Schluckstörungen, Schmerzen auf der Zungenoberfläche, Kribbeln im Mund, sexuelle Funktionsstörung, Probleme bei der Menstruation.

Selten (0.01-0.1%): Blutwert-Probleme (Neutropenie), malignes neuroleptisches Syndrom, Probleme beim Anpassen der Sehschärfe, Lungenembolie, Auflösung quergestreifter Muskelfasern, Vergrösserung der Brustdrüsen beim Mann, Austritt von Muttermilch aus der Brust ohne Schwangerschaft/Stillzeit.

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem nach 3-4 Wochen.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Asenapin ist ab 18 Jahren zugelassen.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • schwere Leberinsuffizienz
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Asenapin bei Schwangeren vor.

Bei Neugeborenen, deren Mütter während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Asenapin) einnahmen, besteht nach der Geburt das Risiko für extrapyramidalmotorische Symptome und/oder Entzugssymptome. Diese Symptome bei Neugeborenen können Agitation, ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme beim Füttern einschliessen. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Es ist nicht bekannt, ob Asenapin oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden werden. Es wird empfohlen, dass Frauen, die Asenapin einnehmen, nicht stillen.

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C17H16ClNO

(3aS,12bS)-rel-5-Chlor-2,3,3a,12b-tetrahydro-2-methyl-1H-dibenz[2,3:6,7]oxepino[4,5-c]pyrrol