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Trizyklisches Antidepressivum | Indikation: Depression
Handelsnamen: Pertofran und Petylyl

Allgemeine Informationen

Desipramin ist ein trizyklischen Antidepressivum (Trizyklika), welches heute in den meisten Ländern vom Markt genommen wurde. Es besitzt eine Zulassung zur Behandlung von Depressionen und wirkt nicht sedierend. Dennoch kann es möglicherweise zu Einschränkungen betreffend der Fahrtüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen kommen. Desipramin ist ab dem 18. Altersjahr zugelassen. Die Handelsnamen sind Pertofran und Petylyl.

Studien

Wir haben keine Studien gefunden. Dies bedeutet nicht, dass es generell keine Studien gibt.

Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1-2x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Dosierung: 50-300mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Antidepressiva werden grundsätzlich langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 2-8 Stunden

Halbwertszeit: 20-25 Stunden

Bioverfügbarkeit: 92%

Wirkungseintritt: nach 2-4 Wochen

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) varieren.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): Mundtrockenheit, Benommenheit, Schwindel, Schwitzen, Sehstörungen, Zittern, Blutdrucksenkungen, Herzrasen, Erhöhung der Leberwerte, Verstopfung, Gewichtszunahme, Kreislaufregulationsstörungen.

Gelegentlich (0.1-1%): Beschwerden beim Wasserlassen, Schlafstörungen, innere Unruhe, Durstgefühl, Hautausschläge, sexuelle Probleme.

Selten (0.01-0.1%): Verwirrtheitszustände, Kreislaufkollaps, Darmverschluss, Harnverhaltung, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen, Brustdrüsenmilchabsonderung; allergische Reaktionen wie Hautentzündungen, Gefäßentzündungen; Herzrhythmusstörungen, Verschlimmerung einer bestehenden Herzschwäche..

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Einige Nebenwirkungen verschwinden 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine Daten mit Desipramin aus klinisch kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor. Der Gebrauch von Desipramin wird daher nicht empfohlen.

Falls Desipramin bis zur oder kurz vor der Geburt verabreicht wird, wird eine postnatale Überwachung des Neugeborenen empfohlen, um möglichen Entzugserscheinungen Rechnung zu tragen.

Ist eine Behandlung während der Stillzeit notwendig, soll abgestillt werden.

Packungsbeilage
keine Erfahrungen

Diese Informationen stammen nicht aus dem Schweizer Arzneimittelkompendium und können demnach unzutreffend und/oder unvollständig sein! Die Fachinformationen der Deutschen oder Österreichischen Arzneimittelkompendien sind nicht öffentlich zugänglich.

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