Allgemeine Informationen

 

  • Handelsnamen: Valium, Faustan, Gewacalm, Paceum, Psychopax, Stesolid, Valiquid, div. Generika
  • Kategorie: Benzodiazepin
  • Indikation: Angststörungen, Spannungszustände, Erregung, Adjuvans bei Muskelspasmen

 

Dosierung & Anwendung

Einnahme: Bei Bedarf (so selten wie möglich).*
Die Einnahme sollte so niederig wie möglich Dosiert werden.*

Alle Indikationen: 5-60mg in Tablettenform, 15-60 Tropfen in Tropfenform (in mehreren Gaben bei hoher Dosierung)

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

*Wie alle Benzodiazepine kann Diazepam nach längerer und regelmässiger Anwendung (auch in der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung) abhängig machen. Zudem tritt mit der Zeit sehr häufig eine Toleranzentwicklung auf.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Ca. 20-40 Minuten nach der ersten Einnahme

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Diazepam beträgt 3 bis 48 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Ohne Häufigkeitsangaben: Störung der Bewegungskoordination, Sprechstörungen, verwaschene Sprache, Kopfschmerzen, Zittern, Schwindel, Amnesie, Ruhelosigkeit, Agitation, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wut, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, Verwirrtheit, emotionale Verarmung, reduzierte Aufmerksamkeit, Depression, gesteigerte oder verminderte Libido, Muskelschwäche, Übelkeit, Unterleibsschmerzen, Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss, Durchfall, Verstopfung und andere Magen-Darm-Störungen, Doppelbilder, verschwommenes Sehen, tiefer Blutdruck, Kreislauf-Probleme, unregelmässiger Puls, Blutwert-Probleme (erhöhte Transaminasen), erhöhte alkalische Phosphatase, spontanes Wasserlassen, Probleme beim Entleeren der Harnblase, Hautausschläge, Schwindel, Herzversagen einschliesslich Herzstillstand, Atemprobleme einschliesslich Atemstillstand, Gelbsucht.

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Wie alle Benzodiazepine kann Diazepam nach längerer und regelmässiger Anwendung (auch in der vom Arzt vorgeschriebenen Dosierung) abhängig machen. Zudem tritt mit der Zeit sehr häufig eine Toleranzentwicklung auf.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Es ist keine Altersbeschränkung im Arzneimittelkompendium aufgeführt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • schwere Ateminsuffizienz
  • schwere Leberinsuffizienz
  • Schlafapnoe
  • Myasthenia gravis
  • Primärbehandlung von Psychosen
  • Depressionen
  • zusammen mit Alkohol
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für Missbildungen des menschlichen Fötus.

Werden Benzodiazepine in der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen.

Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Diazepam während der Stillperiode nicht angewendet werden bzw. muss abgestillt werden.

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C16H13ClN2O

7-Chlor-1-methyl-5-phenyl-3-hydro-1,4-benzodiazepin-2-on