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Verdacht auf eine Erkrankung?

Wenn du den Verdacht hast, unter einer Depression, bipolaren Störung oder Angststörung zu leiden, informieren dich erst über die verschiedenen Formen und Symptome dieser Erkrankungen. Auf dieser Website sind alle Kriterien nach dem internationalen Diagnoseverzeichnis der Weltgesundheitsbehörde WHO (dem ICD-10) aufgelistet.

Bestätigt sich dein Verdacht, so suche einen Psychiater oder Psychologen auf. Er bzw. sie kann Abklärungen treffen und eine wissenschaftlich fundierte Diagnose erstellen. Eine Selbstdiagnose zu treffen ist nicht möglich, dafür braucht es die kritische und objektive Sicht einer Fachperson.

Du kannst dich auch erst an deinen Hausarzt wenden (bei gewissen Krankenkassen-Tarifen ist dies sogar obligatorisch), welcher dich anschliessend an eine Fachperson überweist.

Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe?

Ein Psychiater ist Mediziner, er hat also erst Medizin studiert und anschliessend eine Zusatzausbildung im Fachbereich Psychiatrie absolviert. Ein Psychiater darf Medikamente verschreiben. Ein Psychologe hingegen hat Psychologie studiert und darf keine Medikamente verschreiben.

Obwohl man nicht verallgemeinern sollte, lässt sich sagen, dass Psychiater eher für medikamentöse Behandlungen und Psychologen eher für psychotherapeutische Behandlungen geeignet sind. Oft verweisen Psychiater auch an Psychologen, wenn es um eine Psychotherapie geht.

Wie verwende ich Antidepressiva?

Antidepressiva müssen grunsätzlich täglich bzw. mehrmals täglich eingenommen werden. Nur so kann sich eine antidepressive Wirkung entfalten.

Auch sedierende Antidepressiva müssen regelmässig eingenommen werden um eine antidepressive Wirkung zu erziehlen. Eine Ausnahme stellt die alleinige Verabreichung als Schlafmittel dar. Falls das Antidepressiva nur (und wirklich nur) zum Schlafen gebraucht wird kann es bei Bedarf eingenommen werden. So wirkt es nicht antidepressiv aber schlafanstossend.

Antidepressiva müssen immer eingeschlichen werden. Oft fängt man mit der kleinst möglichen Dosis an und steigert diese über Wochen hinweg. So können Nebenwirkungen minimiert werden.

Dasselbe gilt für das Absetzen. Antidepressiva werden in der Regel nicht abrupt abgesetzt sondern ausgeschlichen bzw. die Dosis über Wochen hinweg langsam reduziert. So können Absetzerscheinungen minimiert werden.

Halte dich immer an die Anordnung deines Arztes bzw. deiner Ärztin.

Wie verwende ich mood-stabiliziers & Pregabalin?

Mood-Stabilizers und Pregablalin (Lyrica) müssen grunsätzlich täglich bzw. mehrmals täglich eingenommen werden. Nur so kann sich eine Wirkung entfalten.

Stimmungsstabilisatoren (mood-stabilizers) und Pregabalin müssen immer eingeschlichen werden. Oft fängt man mit der kleinst möglichen Dosis an und steigert diese über Wochen hinweg. So können Nebenwirkungen minimiert werden.

Dasselbe gilt für das Absetzen. Mood- Stabilizers und Pregabalin werden in der Regel nicht abrupt abgesetzt sondern ausgeschlichen bzw. die Dosis über Wochen hinweg langsam reduziert. So können Absetzerscheinungen minimiert werden.

Halte dich immer an die Anordnung deines Arztes bzw. deiner Ärztin.

Wie verwende ich Neuroleptika?

Neuroleptika müssen grunsätzlich täglich bzw. mehrmals täglich eingenommen werden. Nur so kann sich eine Wirkung entfalten.

Auch sedierende Neuroleptika müssen regelmässig eingenommen werden um eine antidepressive bzw. antimanische Wirkung zu erzielen. Eine Ausnahme stellt die alleinige Verabreichung als Schlafmittel dar. Falls das Neuroleptikum nur (und wirklich nur) zum Schlafen gebraucht wird kann es bei Bedarf eingenommen werden. So wirkt es nicht antidepressiv/antimanisch aber schlafanstossend.

Neuroleptika müssen immer eingeschlichen werden. Oft fängt man mit der kleinst möglichen Dosis an und steigert diese über Wochen hinweg. So können Nebenwirkungen minimiert werden.

Dasselbe gilt für das Absetzen. Neuroleptika werden in der Regel nicht abrupt abgesetzt sondern ausgeschlichen bzw. die Dosis über Wochen hinweg langsam reduziert. So können Absetzerscheinungen minimiert werden.

Halte dich immer an die Anordnung deines Arztes bzw. deiner Ärztin.

Wie verwende ich Benzodiazepine & Z-Drugs?

Benzodiazepine und Z-Drugs können bei Bedarf eingenommen werden. Sie wirken zuverlässig innert 20-40 Minuten. Auf eine regelmässige Einnahme ist zu verzichten, da diese Medikamente bei längerem Gebrauch ein hohes Abhängigkeitspotenzial haben.

Bei regelmässiger und längerer Einnahme ist zudem eine Toleranzentwicklung ein Problem. Toleranzentwicklung heisst, dass eine immer höhere Dosis der Substanz gebraucht wird um den gleichen Effekt wie zu Beginn der Therapie zu erzielen.

Benzodiazepine und Z-Drugs sollten immer so niederig wie möglich dosiert werden.

Halte dich immer an die Anordnung deines Arztes bzw. deiner Ärztin.

Was tun bei Libidoverlust?

Libidoverlust ist ein grosses Problem bei Antidepressiva. Sie tritt bei fast allen Antidepressiva der neueren (SSRI/SSNRI) und älteren (Trizyklika) Generation auf. Einzig atypische Antidepressiva, Bupropion, MAO-Hemmer und teilweise Tetrazyklika sind weniger davon betroffen.

Was kann man also tun?

  • Die Dosis reduzieren. Je weniger man von dem betroffenen Medikament nimmt, desto warscheinlicher wird eine normalisierung der Libido. Im Fokus jedoch steht dabei immer die psychische Gesundheit. Ist eine Dosisreduktion nicht möglich soll dies unbedingt vermieden werden. Von einer Dosisreduktion ohne die Einwilligung des Arztes ist klar abzuraten.
  • Auf ein anderes Medikament umsteigen, welches keine Libidoprobleme verursacht. Auch hierbei solltest du dir genau überlegen ob du das Risiko wirklich eingehen willst. Es ist unmöglich vorherzusagen, ob du auf ein Medikament ansprichst oder nicht. Falls du auf das neue, nicht Libidoprobleme produzierende Medikament nicht ansprichst, droht die Gefahr eines Rückfalls.
  • In wenigen Fällen führte die zusätzliche Einnahme von Bupropion zu einer normalisierung der Libido.

 

Was ist mit Viagra?

Viagra hilft leider nicht gegen Libidoverlust. Die kleine blaue Pille fördert „lediglich“ die Durchblutung im Glied, das Problem des Libidoverlustes sitzt jedoch im Kopf. Durch die Einnahme von Psychopharmaka werden die Botenstoffe im Gehrin beeinflusst und nicht die Durchblutung. Viagra kann helfen, wenn wirklich nur die Errektion aufgrund einer Nebenwirkung beeiträchtigt ist, dies ist jedoch selten der Fall.

Was tun bei Gewichtszunahme?

Eine Gewichtszunahme ist vor allem bei den älteren tri- und tetrazyklischen Antidepressiva (Trizyklika/Tetrazyklika) ein Problem. Diese Gewichtszunahme kann durch dreierlei Effekte enstehen:

  • Verstärkter Appetit
  • Wassereinlagerungen
  • Der Botenstoffhaushalt wird so verändert, dass Enzyme, welche für den Kalorienabbau zuständig sind, gehemmt werden.

 

Was kann mann also gegen Gewichtszunahme zun?

Dies hängt primär davon ab, durch welchen der zuvor geschilderten Effekte die Gewichtszunahme ensteht. Generell lässt sich sagen:

  • Kalorien genau einteilen. Berechne die Kalorien, damit du nicht zuviel isst.
  • Gesund essen. Esse ausgewogen, damit es nicht zu zuviel Fettablagerungen kommt
  • Wechsle das Medikament auf eines, welches keine Gewichtszunahmen verursacht. Dabei steht immer deine Gesundheit im Fokus. Es lässt sich unmöglich sagen, auf welches Medikament du ansprichst. Der Wechsel ist immer mit einer Rückfallgefahr verbunden.
  • Treibe -sofern du dazu in der Lage bist- Sport. Sport hilft nicht nur beim Fettverbrennen, sondern ist auch ein natürliches Antidepressivum.
Antidepressiva ohne Gewichtszunahme und Libidoverlust?

Es gibt Antidepressiva, welche weder zu Gewichtszunahmen führen noch die Libido beeinträchtigen. Sie sind aufgrund ihrer Wirkungsweise jedoch nicht die erste Wahl.

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