Allgemeine Informationen
  • Handelsnamen: Fevarin, Flox-Ex, Floxyfral, Luvox, div. Generika
  • Kategorie: Selektiver Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
  • Indikation: Depressionen und Zwangsstörungen
  • Libidoverlust: Ja (gelegentlich)
  • Gewichtsveränderung: Abnahme (häufig)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1-2x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 50-300mg (bei hoher Dosis in 2 Gaben).

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Antidepressiva werden grundsätzlich langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Nach ca. 2-4 Wochen bei Depressionen
Nach ca. 4-6 Wochen bei Zwangsstörungen

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Fluvoxamin beträgt 17-22 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): Magersucht, Erregung, Angst, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Zittern, Bewusstseinsstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Herzrasen, Bauchchmerz, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, vermehrtes Schwitzen, Kraftlosigkeit, Unwohlsein.

Gelegentlich (0.1-1%): Halluzinationen, Verwirrung, Aggression, Störung der Bewegungskoordination, Störung des Bewegungsablaufes, Blutdruckprobleme, Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Ausschläge oder Ödeme, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Libidoverlust,

Selten (0.01-0.1%): Manie, Krämpfe, Leberfunktionsstörungen, Lichtempfindlichkeit, Austreten von Milch aus der weiblichen Brust ohne Schwangerschaft/Stillzeit.

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Fluvoxamin ist bei Depressionen ab 18 Jahren zugelassen, bei Zwangsstörungen ab 8 Jahren.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • gleichzeitig mit Tizanidin, Agomelatin oder Ramelteon
  • 7 Tage vor, während und bis 2 Wochen nach irreversiblen MAO-Hemmern
  • 7 Tage vor, während und bis 1 Tag nach reversiblen MAO-Hemmern
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Fluvoxamin sollte während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Nach Einnahme von Fluvoxamin bzw. anderen SSRI’s am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Verfärbung der Haut, Atemunterbrüche, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, zu niederiger Blutzuckerspiegel, Tremor, abnormale Muskelspannungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Erbrechen, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Fluvoxamin tritt in die Muttermilch über. Es wird angenommen, dass das gestillte Kind ca. 5% der täglichen Dosis der Mutter erhält. Falls eine Behandlung mit Fluvoxamin notwendig ist, soll abgestillt werden.

Studien

Wir haben keine Studien gefunden. Dies bedeutet nicht, dass es generell keine Studien gibt.

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C15H21F3N2O2

E)-5-Methoxy-1- [4-(trifluormethyl) phenyl]pentan-1-on-[O- (2-aminoethyl)oxim]