Komobidität heisst das gemeinsame Auftreten von diversen psychischen Erkrankheiten. Dabei kann eine Krankheit der anderen untergeordnet sein oder als gleichwertig auftreten. Das bekannteste Beispiel ist wohl die Komobidität von Angststörungen und Depressionen. Bei Depressionen sind zusätzliche Angststörungen mehr die Regel als die Ausnahme.

Doch auch andere psychischen Erkrankungen sind häufig mit komorbiden Problemen verbunden. So z.B. ist bei Persönlichkeitsstörungen Ängste und Depressionen oft gegeben. Hir wollen wir uns nur einen kleinen Überblick über die häufisten Komorbiditäten verschaffen.

Boderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung, auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs gennant, ist durch Impulsivität und Instabilität in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet. Bei dieser Persönlichkeitsstörung sind bestimmte Vorgänge in den Bereichen Gefühle, Denken und Handeln beeinträchtigt. Dies führt zu problematischen und teilweise paradox wirkenden Verhaltensweisen in sozialen Beziehungen mit anderen und sich selbst gegenüber.

Interessant bei Borderline ist vor allem das Diagnosehandbuch DSM-V der APA (Amerikanischer Psychiatrie Verband). Es listet neun konkrete Symptome auf, von welchen mind. fünf erfüllt sein müssen, dass man von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sprich.

 

  • Hektisches Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.
  • Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
  • Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung..Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, „Essanfälle“).
  • Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
  • Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Misslaunigkeit, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
  • Chronische Gefühle von Leere.
  • Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
  • Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.