Allgemeine Informationen
  • Handelsnamen: Aurorix, div. Generika
  • Kategorie: MAO-Hemmer
  • Indikation: Depressionen und Soziophobie
  • Diät: Nein
  • Libidoverlust: Nein
  • Gewichtsveränderung: keine
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 2-3x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 300-600mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Antidepressiva werden grundsätzlich langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Nach ca. 1-3 Wochen bei Depressionen
Nach ca. 3-5 Wochen bei Soziophobie

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Moclobemid beträgt 1-3 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): keine

Gelegentlich (0.1-1%): Geringer Anstieg der Leberenzyme ohne klinische Auswirkung, Hautreaktionen (Ausschläge), Übelkeit, trockener Mund, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Angstgefühle.

Selten (0.01-0.1%): Völlegefühl, Magenbrennen, Durchfall, Verstopfungen, Flushing, Blutdruckveränderung, Sehstörungen, periphere Neuropathien, Verwirrtheitszustände, Unruhe, Agitiertheit, Reizbarkeit.

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem 3-4 Wochen nach Beginn der Therapie.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Moclobemid ist für alle Indikationen ab 18 Jahren zugelassen.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • akute Verwirrtheit
  • gleichzeitig mit Selegilin oder Pethidin
  • während und nach Therapie mit serotoninergen Medikamenten
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt bislang keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Da die Erfahrungen mit der Anwendung von Moclobemid in der Schwangerschaft noch ungenügend sind, wird die Anwendung vorderhand nicht empfohlen.

Obschon nur geringe Mengen von Moclobemid in die Muttermilch übergehen sollte Moclobemid während der Stillzeit nicht angewendet werden.

klicken um zu vergrössern

C13H17ClN2O2

4-Chlor-N-(2-morpholino-ethyl)benzamid

Berichte deine Erfahrungen!