Allgemeine Informationen
  • Handelsnamen: Lyrica
  • Kategorie: Antiepileptikum
  • Indikation: Generalisierte Angststörung (GAS), neurophatische Schmerzen und Epilepsie
  • Libidoverlust: Ja (häufig)
  • Gewichtsveränderung: Zunahme (häufig), Abnahme (gelegentlich)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 2-3x täglich unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Alle Indikationen: 150-600mg

Die Dosierung muss von einem Arzt individuel festgelegt werden. Die Dosis kann somit von der Standartdosierung abweichen. Je nachdem ist eine höhere oder tiefere Dosis erforderlich.

Pregabalin wird grundsätzlich langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass im Normalfall mit der niederigsten Dosis angefangen und diese (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis erhöht wird. So sollen die Nebenwirkungen minimiert werden.

Gleich verhält es sich beim Absetzen des Medikamentes. Die Dosis wird über Tage bis Wochen hinweg langsam reduziert (auch bekannt als das „Ausschleichen“). So sollen Absetzerscheinungen verhindert werden.

Wirkungseintritt & Halbwertszeit

Wirkungseintritt

Nach ca. 2-3 Wochen bei Angststörungen

 

Halbwertszeit

Die Halbwertszeit von Pregabalin beträgt 6 bis 7 Stunden. Die kombinierte Einnahme gewisser Medikamente kann die Halbwertszeit verändern.

Nebenwirkungen im Detail

Sehr häufig (mehr als 10%): Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen.

Häufig (1-10%): Gewichtszunahme, Ödeme, Stürze, Gangstörungen, Trunkenheitsgefühl, Gefühlsstörung, Erschöpfung, Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Zuckungen, Erbrechen, Verstopfungen, Blähungen, Mundtrockenheit, Schwindel, verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, Depression, Desorientierung, Schlaflosigkeit, verringerte Libido, gesteigerter Appetit, Entzündung von Nase und Rachen, Störung der Bewegungskoordination, Koordinationsstörungen, Tremor, Sprechstörungen, Amnesie, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Kribbeln auf der Haut, Verminderung der Berührungs- und Drucksensibilität der Haut, Sedierung, Gleichgewichtstörungen, Lethargie.

Gelegentlich (0.1-1%): Blutwert-Probleme (Erhöhung der Kreatininphosphokinase, Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase, erniedrigte Thrombozytenzahl, Hypokaliämie, Neutropenie), Gewichtsverlust, Engegefühl in der Brust, Schmerzen, Fieber, Durst, Frösteln, Kraftlosigkeit, Störungen der Sexualfunktion, verzögerte Ejakulation, Menstruationsbeschwerden, spontanes Wasserlassen, Störung der Blasenentleerung, Gelenkschwellung, Muskelschmerzen, Muskelzuckungen, Nackenschmerzen, Muskelsteife, Ausschläge, Nesselfieber, Schwitzen, Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre, vermehrter Speichelfluss, Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Husten, verstopfte Nase, Schnupfen, Schnarchen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Herz-Probleme (Sinusbradykardie), Verlust des peripheren Sehvermögens («Tunnelblick»), Sehstörungen, geschwollene Augen, Gesichtsfeldausfälle, verminderte Sehschärfe, Augenschmerzen, Schwachsichtigkeit, Wahrnehmung von Lichterscheinungen, Augentrockenheit, verstärkter Tränenfluss, Augenreizungen, kurze spontane Bewusstlosigkeit, Muskelzuckungen, psychomotorische Hyperaktivität, Störung des Bewegungsablaufes, Zittern, unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen eines Organs (Nystagmus); kognitive Störungen, Sprachstörungen, verringerte Reflexe, Überempfindlichkeit auf Berührungen, brennendes Gefühl, Halluzinationen, Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Niedergeschlagenheit, gehobene Stimmung, Stimmungsschwankungen, Depersonalisation, abnormale Träume, Wortfindungsstörungen, gesteigerte Libido, Anorgasmie, Magersucht, niederiger Blutzuckerspiegel, hoher Blutzuckerspiegel, tierfer Blutdruck, hoher Blutdruck, Erröten, Hitzewallungen, kalte Extremitäten.

Selten (0.01-0.1%): Schmerzen in den Brüsten, Ausbleiben der Menstruation, Absonderungen aus der Brust, Brustvergrösserung, Nierenversagen, Nierenfunktionsstörungen, Auflösung quergestreifter Muskelfasern, kalter Schweiss, Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle, Bauchspeicheldrüseentzündung, Schluckstörungen, Engegefühl im Hals, trockene Nase, beschleunigte Herzfrequenz, Schallempfindlichkeit, verwackeltes Sehen, verändertes räumliches Sehen, Erweiterung der Pupillen, Schielen, Lichtempfindlichkeit, Starrezustände, Geruchsstörungen, verminderte Beweglichkeit, Geschmaksstörungen, Unfähigkeit zu Schreiben, Panikattacken, Enthemmung, Apathie, Blutwert-Probleme (erniedrigte Leukozytenzahl, erhöhte Kreatininwerte)

 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen meist automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entwickeln. Hierbei kann ein Nocebo-Effekt (ein negativer Placebo-Effekt) entstehen.

Eine solche Annahme ist objektiv nicht begründet. Die meisten Menschen entwickeln gar keine bis nur wenige Nebenwirkungen.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden zudem nach 3-4 Wochen.

Die Nebenwirkungen wurden von den medizinischen Fachbegriffen in eine für Laien möglichst verständliche Sprache übersetzt. Trotz grösster Mühe kann die medizinische Exaktheit teilweise nicht 1:1 wiedergegeben werden. Für Ärzte empfehlen wir das Arzneimittelverzeichnis bzw. Arzneimittelkompendium zu verwenden.

Altersfreigabe

Pregabalin ist ab 18 Jahren zugelassen.

Ein Arzt darf dieses Medikament auch an jüngere Patienten verschreiben.
Die Altersfreigabe sagt nichts über die Wirksamkeit bei Minderjährigen aus.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
  • Fortpflanzung bei der Frau
  • Schwangerschaft & Stillzeit

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Pregabalin bei schwangeren Frauen vor. Desshalb ist die Einnahme von Pregabalin während der Schwangerschaft nicht zu empfehlen.

Pregabalin tritt in die Muttermilch über. Die Sicherheit von Pregabalin bei Säuglingen ist nicht bekannt, daher wird empfohlen, während der Behandlung nicht zu stillen.

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C8H17NO2

(S)-3-(Aminomethyl)-5-methylhexansäure