Citalopram

Antidepressivum (SSRI) | Handelsnamen: Cipramil, Seropram sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Citalopram ist eines der meist verschriebenen Antidepressiva weltweit. Es wurde 1989 von der Firma Lundbeck entwickelt und patentiert. Das Medikament wird unter den Handelsnamen Cipramil und Seropram sowie diversen Generika vertrieben.

Das Medikament ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der „selektiven Serotonin Wideraufnahme-Hemmer“ (SSRI) und zur Behandlung von Depressionen, Panikstörungen (inkl. Agoraphobie) und Zwangsstörungen zugelassen. Es ist ab 18 Jahren erhältlich. Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat es nicht, dennoch sollte immer zunächst abgewartet werden, wie man auf ein Medikament reagiert. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Citalopram ist das serotonin-selektivste Antidepressivum auf dem Markt. Zu den Noradrenalin- und Dopaminrezeptoren hat es nahezu keine Verbindung.

Ein Abkömmling (bzw. Eutomer) des Citaloprams ist das Escitalopram, welches ebenfalls ein SSRI ist und gegen Depressionen sowie diverse Angststörungen eingesetzt wird. Zudem weist Citalopram pharmakologische Ähnlichkeiten mit Sertralin (SSRI) auf. Sertralin hat jedoch zusätzlich eine schwach dopaminerge Wirkung, was im Positiven eine Antriebssteigerung und im Negativen eine gewisse innere Unruhe verursachen kann.

Indikation
  • Depression (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie)
  • Zwangsstörungen (keine Zulassung in Deutschland)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Zieldosis: 20-40mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: nach 2-4 Stunden

Halbwertszeit: 19-45 Stunden

Bioverfügbarkeit: ca. 80%

Wirkungseintritt: nach 2-5 Wochen täglicher Einnahme

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schwitzen, Mundtrockenheit, Übelkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit.

Häufig (1-10%): Kraftlosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Verlängerung der Monatsblutung, Blutungen ausserhalb des Menstruationszyklus, Harnverhalt, Muskelschmerzen, Juckreiz, Hautausschlag, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, vermehrter Speichelfluss, Bauchschmerzen, Gähnen, Schnupfen, Herzrasen, Kopfschmerzen, Zittern (Tremor), Missempfindungen der Haut (z.B Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.), Schwindel, Aufmerksamkeitsstörungen, Unruhe, sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust)*, Verwirrtheit, abnormale Träume, Nervosität, Ängstlichkeit, Konzentrationsstörungen, Gewichtsabnahme, verminderter Appetit.

Gelegentlich (0.1-1%): Ödeme, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut, bleibender Haarausfall, Nesselfieber, erhöhte Leberenzymwerte, Husten, Kurzatmigkeit, niedriger Blutdruck, verlangsamter Herzschlag, Tinnitus, grosse Pupillen, Ohnmachtsanfälle, Euphorie, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit, allergische Reaktionen.

Selten (0.01-0.1%): Störungen von Bewegungsabläufen, verändertes Geschmacksempfinden, erhöhte Neigung zu Blutungen und Blutergüssen, Hepatitis, Fieber.

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen/Einzelfälle/Häufigkeit unbekannt): Veränderte Blutwerte (Thrombozytopenie, Hyponatriämie, Hypokaliämie), allergische Reaktionen des Immunstystems, SIADH, Manie, Halluzinationen, Unwirklichkeits- und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation/Derealisation), Panikattacken, Aggression, nächtliches Zähneknirschen, Ruhelosigkeit, Suizidgedanken, epileptische Anfälle, Serotonin-Syndrom, Bewegungsstörungen, psychomotorische Unruhe, Sehstörungen, QT-Verlängerung, Herzrhythmusstörungen, Nasenbluten, Blutungen im Verdauungstrakt, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Angioödem, Gelenkschmerzen, Rhabdomyolyse, Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit, Dauererektion, erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen, Absetzsymptome. 

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Citalopram:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Citalopram-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Wenn Sie angeborene Herzrhythmusstörungen haben oder bei Ihnen schon einmal Episoden von Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind.
  • Wenn Sie Arzneimittel anwenden, welche die Herzfrequenz verändern.
  • Wenn Sie gleichzeitig Pimozid (ein Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten psychischen Störungen) einnehmen.

 

Bei der Einnahme von Citalopram ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie Salzmangel (niedrige Natriumspiegel im Blut) haben.
  • Wenn bei Ihnen eine verstärkte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen besteht.
  • Wenn Sie eine Elektrokrampftherapie (EKT) erhalten.
  • Wenn Sie an Störungen der Herzfunktion leiden oder gelitten haben oder vor kurzem einen Herzanfall hatten.
  • Wenn Sie einen niedrigen Ruhepuls haben und/oder Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Salzverlust infolge von länger andauerndem, starkem Durchfall und Erbrechen oder infolge der Einnahme von Diuretika (Entwässerungstabletten) leiden könnten.
  • Bei schnellem oder unregelmässigem Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindelgefühl beim Aufstehen, was auf eine gestörte Herzschlagfrequenz hindeuten kann.

 

Citalopram soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Sumatriptan und ähnliche Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane).
  • Cimetidin (ein Arzneimittel gegen Magenübersäuerung).
  • Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung manisch-depressiver Erkrankungen).
  • Tramadol (starkes Schmerzmittel).
  • Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (wie z.B. Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidale Entzündungshemmer).

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Citalopram sollte während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Nach Einnahme von Citalopram bzw. anderen SSRI’s am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Verfärbung der Haut, Atemunterbrüche, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Tremor, abnormale Muskelspannungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Erbrechen, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Citalopram tritt in die Muttermilch über. Es wird angenommen, dass das gestillte Kind ca. 5% der täglichen Dosis der Mutter erhält. Falls eine Behandlung mit Citalopram notwendig ist, soll abgestillt werden.

Studien

In klinischen Studien wurden bisher nach Angaben der Herstellerfirma mindestens 2000 Personen mit Citalopram behandelt. Die Studien wurden grösstenteils bei hospitalisierten Patienten durchgeführt. Den Schweregrad der Depression und die therapeutische Wirkung der Medikamente beurteilte man mit Hilfe von Bewertungssystemen (z.B Hamilton-Skala, Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale).

Vergleich mit Placebo: Citalopram (10mg, 20mg, 40mg und 60mg/Tag) wurde in einer amerikanischen Doppelblindstudie mit Placebo verglichen. Insbesondere die Probanden/innen mit 40mg und 60mg täglich zeigten gegenüber der Placebo-Gruppe signifikante Verbesserungen der Depression. Zur Beurteilung wurde die Hamilton Depressions-Skala verwendet.

In einer weiteren placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde Citalopram (20mg und 40mg/Tag) mit einem Scheinmedikament verglichen. Die Studie dauerte 24 Wochen und umfasste 147 Patienten/innen mit einer depressiven Episode. Citalopram war dem Placebo signifikant überlegen.

Vergleich mit Clomipramin: In einer doppelblinden Multizenterstudie verglich man bei 102 Patienten, von denen die Mehrzahl an einer endogenen Depression litt, während 5 Wochen die Wirkung von Citalopram (40 mg/Tag) mit Clomipramin (150 mg/Tag). Clomipramin ergab allgemein und besonders bei endogener Depression eine deutlich bessere Wirkung als Citalopram. Im gesamten wurde die Wirkung von Clomipramin bei 60% der Patienten als sehr gut beurteilt, währenddem dies mit Citalopram nur bei 30% der Behandelten der Fall war. Auffällig war die signifikant bessere Beeinflussung von Schlafstörungen bei endogen Depressiven durch Clomipramin. Clomipramin hatte jedoch deutlich stärkere und vielfältigere Nebenwirkungen.

Vergleich mit Amitriptylin: Zwei Doppelblindstudien dienten dem Vergleich von Citalopram mit Amitriptylin. Insgesamt erhielten 87 Patienten variable Dosen von Citalopram (30 bis 60 mg) oder Amitriptylin (112,5 bis 225 mg). Die eine Studie dauerte drei Wochen und umfasste Patienten mit vorwiegend endogener Depression, die andere dauerte sechs Wochen und unterschied nicht nach verschiedenen Depressionsformen. Mit beiden Substanzen erreichte man eine vergleichbare Verbesserung des depressiven Zustandes. Citalopram schnitt jedoch bezüglich der sedierenden Wirkung bei Schlaflosigkeit schlechter ab.

Vergleich mit Mianserin: Citalopram erwies sich bei endogener Depression als ebenso gut wirksam wie Mianserin. Dies zeigte eine sechswöchige Doppelblindstudie mit 60 Patienten. Bei Patienten mit nicht-endogener Depression erzielte Mianserin hingegen in einer vierwöchigen Therapie deutlich bessere Resultate als Citalopram.

Vergleich mit Maprotilin: Im Vergleich mit Maprotilin war Citalopram bei endogenen und anderen Depressionsformen gleich wirksam. Dies geht aus einer sechswöchigen Doppelblindstudie mit 96 Patienten hervor. Die verabreichten Dosen lagen bei Citalopram zwischen 40 und 60 mg, bei Maprotilin zwischen 75 und 150 mg. Am Studienende fanden sich 75% der Patienten, die gut bis sehr gut auf die Therapie angesprochen hatten. Eine kleinere Studie (mit 29 Patienten) bestätigte die Vergleichbarkeit der beiden Medikamente, konnte aber gesamthaft einen kleineren therapeutischen Erfolg zeigen: bei rund 50% der Patienten war nur eine mässige bis gute Verbesserung des Zustandes zu beobachten.

Vergleich mit Escitalopram: In einer Untersuchung erhielten 468 Personen entweder Escitalopram (10 bis 20 mg/Tag), Citalopram (20 bis 40 mg/Tag) oder Placebo. Bei zum Studienende nach 8 Wochen betrug die Differenz auf der MADRS-Skala zwischen Escitalopram und Placebo 2,9 Punkte, zwischen Citalopram und Placebo 1,5 Punkte.

In einer weiteren Studie wurden 491 Personen in vier Gruppen unterteilt: in zwei Gruppen verordnete man Escitalopram in unterschiedlichen Dosierungen (entweder 10 oder 20 mg/Tag), in einer Citalopram (40 mg/Tag) und in einer Placebo. Mit der 10-mg-Dosis von Escitalopram sank die mittlere Punktezahl auf der MADRS-Skala von 28 auf 15, mit der 20-mg-Dosis von 29 auf 15 und mit Citalopram von 29 auf 17 Punkte. Entsprechend fielen auch die Resultate auf der HAM-D-Skala aus. Die Ansprechrate –der Anteil der Behandelten, bei denen sich die MADRS-Punktezahl um mindestens 50% reduziert hatte– betrug mit der 10-mg-Dosis von Escitalopram 50%, mit der 20-mg-Dosis 51%, mit Citalopram 46% und mit Placebo 28%.

Vergleich mit Paroxetin: In einer englischen Studie, welche nur in Kurzform publiziert wurde, wurde Citalopram mit Paroxetin verglichen, wobei Citalopram dem Vergleichsmedikament leicht überlegen war.

Vergleich mit Reboxetin: In einer Doppelblindstudie wurde Citalopram mit Reboxetin verglichen, wobei Citalopram dem Vergleichsmedikament signifikant überlegen war.

Vergleich mit Venlafaxin: In einer weiteren Doppelblindstudie wurde Citalopram mit Venlafaxin verglichen, wobei Venlafaxin Citalopram leicht überlegen war.

Vergleich mit Johanniskraut: In einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten 388 Patienten mit mittelschwerer Depression sechs Wochen lang entweder einmal täglich 900 mg Hypericum-Extrakt STW 3-VI (Johanniskraut, Laif® 900), 20 mg Citalopram oder Placebo. Das Hauptzielkriterium zur Beurteilung der Therapiewirksamkeit war der Hamilton-Depressions-(HAMD)-Score. Von fast identischen Ausgangsmittelwerten (21,9 STW 3-VI, 21,8 Citalopram, 22,0 Placebo) verringerte sich der HAMD-Score nach sechs Wochen signifikant bei dem Hypericum-Extrakt und Citalopram auf  10,3 Punkte (Placebo 13,0 Punkte), was auf eine gleichwertige Wirksamkeit bei mittelschweren Depressionen schliessen lässt. Insgesamt war der Hypericum-Extrakt besser verträglich als Citalopram. In der Citalopram-Gruppe wurden signifikant mehr unerwünschte Arzneimittelwirkungen dokumentiert (53,2 Prozent) als in der Hypericum-Gruppe (17,2 Prozent) oder in der Placebogruppe (30 Prozent).

Bedenken Sie, dass die Studien keine Aussage über das Ansprechen einer individuellen Person aussagt.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: März 2017

Citalopram

Antidepressivum (SSRI) | Handelsnamen: Cipramil, Seropram sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Citalopram ist eines der meist verschriebenen Antidepressiva weltweit. Es wurde 1989 von der Firma Lundbeck entwickelt und patentiert. Das Medikament wird unter den Handelsnamen Cipramil und Seropram sowie diversen Generika vertrieben.

Das Medikament ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der „selektiven Serotonin Wideraufnahme-Hemmer“ (SSRI) und zur Behandlung von Depressionen, Panikstörungen (inkl. Agoraphobie) und Zwangsstörungen zugelassen. Es ist ab 18 Jahren erhältlich. Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat es nicht, dennoch sollte immer zunächst abgewartet werden, wie man auf ein Medikament reagiert. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Citalopram ist das serotonin-selektivste Antidepressivum auf dem Markt. Zu den Noradrenalin- und Dopaminrezeptoren hat es nahezu keine Verbindung.

Ein Abkömmling (bzw. Eutomer) des Citaloprams ist das Escitalopram, welches ebenfalls ein SSRI ist und gegen Depressionen sowie diverse Angststörungen eingesetzt wird. Zudem weist Citalopram pharmakologische Ähnlichkeiten mit Sertralin (SSRI) auf. Sertralin hat jedoch zusätzlich eine schwach dopaminerge Wirkung, was im Positiven eine Antriebssteigerung und im Negativen eine gewisse innere Unruhe verursachen kann.

Indikation
  • Depression (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie)
  • Zwangsstörungen (keine Zulassung in DE)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens.
Die Einnahme muss täglich erfolgen.

Zieldosis: 20-40mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 2-4 Stunden

Halbwertszeit: 19-45 Stunden

Bioverfügbarkeit: 80%

Wirkungseintritt: 2-5 Wochen

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%):

  • Schwitzen
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Schläfrigkeit
  • Schlaflosigkeit

Häufig (1-10%):

  • Kraftlosigkeit
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Teilnahmslosigkeit (Apathie)
  • Verlängerung der Monatsblutung
  • Blutungen ausserhalb des Menstruationszyklus
  • Harnverhalt
  • Muskelschmerzen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • vermehrter Speichelfluss
  • Bauchschmerzen
  • Gähnen
  • Schnupfen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Zittern (Tremor)
  • Missempfindungen der Haut (z.B Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.)
  • Schwindel
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Unruhe
  • sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust)
  • Verwirrtheit
  • Abnormale Träume
  • Nervosität
  • Ängstlichkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Gewichtsabnahme
  • Verminderter Appetit

Gelegentlich (0.1-1%):

  • Ödeme
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Bleibender Haarausfall
  • Nesselfieber
  • Erhöhte Leberenzymwerte
  • Huste
  • Kurzatmigkeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Tinnitus
  • Grosse Pupillen
  • Ohnmachtsanfälle
  • Euphorie
  • Gewichtszunahme
  • gesteigerter Appetit
  • Allergische Reaktionen

Selten (0.01-0.1%):

  • Störungen von Bewegungsabläufen
  • Verändertes Geschmacksempfinden
  • Erhöhte Neigung zu Blutungen und Blutergüssen
  • Hepatitis
  • Fieber

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen / Einzelfälle / Häufigkeit unbekannt):

  • Veränderte Blutwerte (Thrombozytopenie, Hyponatriämie, Hypokaliämie)
  • Allergische Reaktion des Immunsystems
  • SIADH
  • Manie
  • Halluzinationen
  • Unwirklichkeits- und Entfemdungsgefühle (Depersonalisation/Derealisation)
  • Panikattacken
  • Aggression
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Ruhelosigkeit
  • Suizidgedanken
  • Epileptische Anfälle
  • Serotonin-Syndrom
  • Bewegungsstörungen
  • Psychomotorische Unruhe
  • Sehstörungen
  • QT-Verlängerung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Nasenbluten
  • Blutungen im Verdauungstrakt
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Angioödem
  • Gelenkschmerzen
  • Rhabdomyolyse
  • Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit
  • Dauererektion
  • Erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen
  • Absetzsymptome

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Citalopram:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Citalopram-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Wenn Sie angeborene Herzrhythmusstörungen haben oder bei Ihnen schon einmal Episoden von Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind.
  • Wenn Sie Arzneimittel anwenden, welche die Herzfrequenz verändern.
  • Wenn Sie gleichzeitig Pimozid (ein Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten psychischen Störungen) einnehmen.

 

Bei der Einnahme von Citalopram ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie Salzmangel (niedrige Natriumspiegel im Blut) haben.
  • Wenn bei Ihnen eine verstärkte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen besteht.
  • Wenn Sie eine Elektrokrampftherapie (EKT) erhalten.
  • Wenn Sie an Störungen der Herzfunktion leiden oder gelitten haben oder vor kurzem einen Herzanfall hatten.
  • Wenn Sie einen niedrigen Ruhepuls haben und/oder Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Salzverlust infolge von länger andauerndem, starkem Durchfall und Erbrechen oder infolge der Einnahme von Diuretika (Entwässerungstabletten) leiden könnten.
  • Bei schnellem oder unregelmässigem Herzschlag, Ohnmacht, Kollaps oder Schwindelgefühl beim Aufstehen, was auf eine gestörte Herzschlagfrequenz hindeuten kann.

 

Citalopram soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Sumatriptan und ähnliche Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane).
  • Cimetidin (ein Arzneimittel gegen Magenübersäuerung).
  • Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung manisch-depressiver Erkrankungen).
  • Tramadol (starkes Schmerzmittel).
  • Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (wie z.B. Acetylsalicylsäure oder nichtsteroidale Entzündungshemmer).

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Citalopram sollte während der Schwangerschaft nur verabreicht werden, wenn es zwingend erforderlich ist.

Nach Einnahme von Citalopram bzw. anderen SSRI’s am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Verfärbung der Haut, Atemunterbrüche, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Tremor, abnormale Muskelspannungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Erbrechen, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Citalopram tritt in die Muttermilch über. Es wird angenommen, dass das gestillte Kind ca. 5% der täglichen Dosis der Mutter erhält. Falls eine Behandlung mit Citalopram notwendig ist, soll abgestillt werden.

Studien

In klinischen Studien wurden bisher nach Angaben der Herstellerfirma mindestens 2000 Personen mit Citalopram behandelt. Die Studien wurden grösstenteils bei hospitalisierten Patienten durchgeführt. Den Schweregrad der Depression und die therapeutische Wirkung der Medikamente beurteilte man mit Hilfe von Bewertungssystemen (z.B Hamilton-Skala, Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale).

Vergleich mit Placebo: Citalopram (10mg, 20mg, 40mg und 60mg/Tag) wurde in einer amerikanischen Doppelblindstudie mit Placebo verglichen. Insbesondere die Probanden/innen mit 40mg und 60mg täglich zeigten gegenüber der Placebo-Gruppe signifikante Verbesserungen der Depression. Zur Beurteilung wurde die Hamilton Depressions-Skala verwendet.

In einer weiteren placebokontrollierten Doppelblindstudie wurde Citalopram (20mg und 40mg/Tag) mit einem Scheinmedikament verglichen. Die Studie dauerte 24 Wochen und umfasste 147 Patienten/innen mit einer depressiven Episode. Citalopram war dem Placebo signifikant überlegen.

Vergleich mit Clomipramin: In einer doppelblinden Multizenterstudie verglich man bei 102 Patienten, von denen die Mehrzahl an einer endogenen Depression litt, während 5 Wochen die Wirkung von Citalopram (40 mg/Tag) mit Clomipramin (150 mg/Tag). Clomipramin ergab allgemein und besonders bei endogener Depression eine deutlich bessere Wirkung als Citalopram. Im gesamten wurde die Wirkung von Clomipramin bei 60% der Patienten als sehr gut beurteilt, währenddem dies mit Citalopram nur bei 30% der Behandelten der Fall war. Auffällig war die signifikant bessere Beeinflussung von Schlafstörungen bei endogen Depressiven durch Clomipramin. Clomipramin hatte jedoch deutlich stärkere und vielfältigere Nebenwirkungen.

Vergleich mit Amitriptylin: Zwei Doppelblindstudien dienten dem Vergleich von Citalopram mit Amitriptylin. Insgesamt erhielten 87 Patienten variable Dosen von Citalopram (30 bis 60 mg) oder Amitriptylin (112,5 bis 225 mg). Die eine Studie dauerte drei Wochen und umfasste Patienten mit vorwiegend endogener Depression, die andere dauerte sechs Wochen und unterschied nicht nach verschiedenen Depressionsformen. Mit beiden Substanzen erreichte man eine vergleichbare Verbesserung des depressiven Zustandes. Citalopram schnitt jedoch bezüglich der sedierenden Wirkung bei Schlaflosigkeit schlechter ab.

Vergleich mit Mianserin: Citalopram erwies sich bei endogener Depression als ebenso gut wirksam wie Mianserin. Dies zeigte eine sechswöchige Doppelblindstudie mit 60 Patienten. Bei Patienten mit nicht-endogener Depression erzielte Mianserin hingegen in einer vierwöchigen Therapie deutlich bessere Resultate als Citalopram.

Vergleich mit Maprotilin: Im Vergleich mit Maprotilin war Citalopram bei endogenen und anderen Depressionsformen gleich wirksam. Dies geht aus einer sechswöchigen Doppelblindstudie mit 96 Patienten hervor. Die verabreichten Dosen lagen bei Citalopram zwischen 40 und 60 mg, bei Maprotilin zwischen 75 und 150 mg. Am Studienende fanden sich 75% der Patienten, die gut bis sehr gut auf die Therapie angesprochen hatten. Eine kleinere Studie (mit 29 Patienten) bestätigte die Vergleichbarkeit der beiden Medikamente, konnte aber gesamthaft einen kleineren therapeutischen Erfolg zeigen: bei rund 50% der Patienten war nur eine mässige bis gute Verbesserung des Zustandes zu beobachten.

Vergleich mit Escitalopram: In einer Untersuchung erhielten 468 Personen entweder Escitalopram (10 bis 20 mg/Tag), Citalopram (20 bis 40 mg/Tag) oder Placebo. Bei zum Studienende nach 8 Wochen betrug die Differenz auf der MADRS-Skala zwischen Escitalopram und Placebo 2,9 Punkte, zwischen Citalopram und Placebo 1,5 Punkte.

In einer weiteren Studie wurden 491 Personen in vier Gruppen unterteilt: in zwei Gruppen verordnete man Escitalopram in unterschiedlichen Dosierungen (entweder 10 oder 20 mg/Tag), in einer Citalopram (40 mg/Tag) und in einer Placebo. Mit der 10-mg-Dosis von Escitalopram sank die mittlere Punktezahl auf der MADRS-Skala von 28 auf 15, mit der 20-mg-Dosis von 29 auf 15 und mit Citalopram von 29 auf 17 Punkte. Entsprechend fielen auch die Resultate auf der HAM-D-Skala aus. Die Ansprechrate –der Anteil der Behandelten, bei denen sich die MADRS-Punktezahl um mindestens 50% reduziert hatte– betrug mit der 10-mg-Dosis von Escitalopram 50%, mit der 20-mg-Dosis 51%, mit Citalopram 46% und mit Placebo 28%.

Vergleich mit Paroxetin: In einer englischen Studie, welche nur in Kurzform publiziert wurde, wurde Citalopram mit Paroxetin verglichen, wobei Citalopram dem Vergleichsmedikament leicht überlegen war.

Vergleich mit Reboxetin: In einer Doppelblindstudie wurde Citalopram mit Reboxetin verglichen, wobei Citalopram dem Vergleichsmedikament signifikant überlegen war.

Vergleich mit Venlafaxin: In einer weiteren Doppelblindstudie wurde Citalopram mit Venlafaxin verglichen, wobei Venlafaxin Citalopram leicht überlegen war.

Vergleich mit Johanniskraut: In einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten 388 Patienten mit mittelschwerer Depression sechs Wochen lang entweder einmal täglich 900 mg Hypericum-Extrakt STW 3-VI (Johanniskraut, Laif® 900), 20 mg Citalopram oder Placebo. Das Hauptzielkriterium zur Beurteilung der Therapiewirksamkeit war der Hamilton-Depressions-(HAMD)-Score. Von fast identischen Ausgangsmittelwerten (21,9 STW 3-VI, 21,8 Citalopram, 22,0 Placebo) verringerte sich der HAMD-Score nach sechs Wochen signifikant bei dem Hypericum-Extrakt und Citalopram auf  10,3 Punkte (Placebo 13,0 Punkte), was auf eine gleichwertige Wirksamkeit bei mittelschweren Depressionen schliessen lässt. Insgesamt war der Hypericum-Extrakt besser verträglich als Citalopram. In der Citalopram-Gruppe wurden signifikant mehr unerwünschte Arzneimittelwirkungen dokumentiert (53,2 Prozent) als in der Hypericum-Gruppe (17,2 Prozent) oder in der Placebogruppe (30 Prozent).

Bedenken Sie, dass die Studien keine Aussage über das Ansprechen einer individuellen Person aussagt.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: März 2017