Diazepam

Benzodiazepine | Handelsnamen: Valium, Psychopax, Faustan sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Diazepam wurde von Leo Sternbach entwickelt und erstmals 1963 von der Firma F. Hoffmann-La Roche unter dem Namen Valium auf den Markt gebracht. Nach Chlordiazepoxid (Librium) 1960 war es das zweite Benzodiazepin. Es wird heute noch als das weltweit meist verschriebene Medikament seiner Klasse vermutet.

Diazepam ist ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine und wird heute noch vorwiegend unter dem Handelsnamen Valium vertrieben. Weitere Namen sind Faustan und Psychopax. Auch als Generikum ist es erhältlich. Diazepam ist primär zur Behandlung von Erregungszuständen, Spannungszuständen, Angststörungen und als Zusatztherapie bei Muskelspasmen zugelassen. In Deutschland wurde die Indikation zusätzlich auf Schlafstörungen sowie die Sedierung vor oder nach chirurgischen/diagnostischen Eingriffen erweitert.

Die Altersfreigabe ist im Arzneimittelkompendium nicht klar definiert. Jedenfalls ist es für Kinder (jedoch nicht Kleinkinder) verfügbar. Das führen eines Fahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen ist unter Diazepam-Einfluss enorm gefährlich! Diazepam darf –wie alle Benzodiazepine– auf keinen Fall zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Aufgrund seiner langen Halbwertszeit wird Diazepam meist dann verordnet, wenn eine längere Wirkdauer erwünscht ist. Gegen akute Panikattacken kommt es heute selten zum Einsatz, da das Medikament seine Wirkung etwas langsamer entfaltet als andere Benzodiazepine (wie beispielsweise Alprazolam oder Lorazepam). Ein aktiver Metabolit von Diazepam ist Oxazepam, welches vorwiegend gegen Schlafstörungen und als Beruhigungsmittel eingesetzt wird.

Das Medikament bindet sich im Gehirn an die GABA-Rezeptoren. GABA ist jener Botenstoff, welcher für die Beruhigung des Menschen zuständig ist. Benzodiazepine können sehr selten Paradoxreaktionen (Angstzustände, Schlaflosigkeit etc.) auslösen, insbesondere bei älteren Menschen.

Benzodiazepine sind zur kurzzeitigen Behandlung bestimmter Beschwerden alternativlos. Aufgrund ihres Abhängigkeitspotenzials und der drohenden Toleranzentwicklung muss die Einnahmeverordnung des Arztes zwingend eingehalten werden. Die max. Therapiedauer von 4 Wochen darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung im Ausnahmefall überschritten werden.

Indikation
  • Angstzustände
  • Spannungszustände
  • Erregungszustände
  • Zusatztherapie bei Muskelspasmen
  • Schlafstörungen (Zulassung nur in Deutschland)
  • Beruhigung vor/nach Operationen oder diagnostischen Eingriffen (Zulassung nur in Deutschland)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: Bei Bedarf (so selten wie möglich).
Die Einnahme sollte so niedrig wie möglich dosiert werden (Standartdosis 5-10mg).
Maximale Dosis pro Gabe: 10mg

Dosierung: 5-20mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Halten Sie sich immer an die Dosisvorgaben des Arztes. Eine potenziell tödliche Überdosis (Atemdepression) kann auch in der hier erwähnten Dosierungsspanne auftreten, insbesondere wenn man die Einnahme von Benzodiazepinen nicht gewöhnt ist.

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: nach 30-90 Minuten

Halbwertszeit: 20-45 Stunden

Bioverfügbarkeit: 64-97%

Wirkungseintritt: nach 20-40 Minuten einmaliger Einnahme

Wirkdauer: ca. 8-12 Stunden

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Alle Benzodiazepine (inkl. Diazepam) besitzen bei regelmässigem Konsum ein hohes Abhängigkeitspotenzial mit entsprechender Toleranzentwicklung. Halten Sie sich genau an die Einnahmeverordnung Ihres Arztes!

Sehr häufig (mehr als 10%): keine

Häufig (1-10%): Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit, Konzentrationsstörungen, Tagesmüdigkeit, Schwindel, Gangstörungen, Bewegungsstörungen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Erinnerungslücken.

Gelegentlich (0.1-1%): keine

Selten (0.01-0.1%): Appetitzunahme, Depression, Libidoveränderungen (inkl. sexuelle Funktionsstörungen), langsamer Herzschlag, niedriger Blutdruck, Veränderung des Pulsschlags, Sprechstörungen, Brustschmerzen, Atemdepression, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Gelbsucht, Juckreiz, Nesselsucht, Hautausschläge.

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen/Einzelfälle/Häufigkeit unbekannt): Zittern (Tremor), vermehrter Speichelfluss, Muskelschwäche, spontanes Wasserlassen (Einnässen), erhöhte Enzymwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase), Herzrhythmusstörungen (inkl. Herzversagen, Herzstillstand), Sturzgefahr, paradoxe Reaktionen (inkl. Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Psychosen), Albträume, Doppelbilder, verschwommenes Sehen.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet (ausg. Abhängigkeit bei zu häufigem Konsum). Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Diazepam:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Diazepam-Präparates sind.
  • Bei einer Benzodiazepin-Unverträglichkeit.
  • Wenn Sie unter krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden.
  • Wenn Ihre Atemfunktion stark beeinträchtigt ist.
  • Wenn Sie unter Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafes) leiden.
  • Wenn bei Ihnen eine starke Beeinträchtigung der Leberfunktion festgestellt wurde.
  • Zusammen mit Alkohol.
  • Wenn Sie zu Suchterkrankungen neigen, suchtkrank sind oder früher waren (inkl. Alkohol).

 

Bei der Einnahme von Diazepam ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie Diabetiker/in (Zuckerkrankheit) sind.
  • Wenn Sie unter 18 oder über 65 Jahre alt sind.
  • Wenn Sie unter Herzbeschwerden leiden.

 

Diazepam soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Opiaten/Opioiden-Schmerzmittel (nur in Ausnahmefällen unter strengster ärztlicher Überwachung erlaubt)
  • Andere Benzodiazepine
  • Barbituriate
  • Z-Drugs
  • Gewisse Arzneimittel gegen Magengeschwüre
  • Gewisse Arzneimittel gegen Tuberkulose
  • Gewisse Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen
  • Gewisse Arzneimittel gegen Asthma
  • Gewisse Arzneimittel zur Alkoholentwöhnung
  • Antidepressiva
  • Antiepileptika
  • Muskelrelaxanzien
  • Lithium
  • Neuroleptika
  • H1-Antihistaminika
  • Gewisse Anästhetika (Narkosemittel)
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für Missbildungen des menschlichen Fötus.

Werden Benzodiazepine in der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen.

Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Diazepam während der Stillperiode nicht angewendet werden bzw. muss abgestillt werden.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Alprazolam • Bromazepam • Diazepam • Lorazepam • Oxazepam • Zolpidem • Zopiclon

Diazepam

Benzodiazepine | Handelsnamen: Valium, Psychopax, Faustan sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Diazepam wurde von Leo Sternbach entwickelt und erstmals 1963 von der Firma F. Hoffmann-La Roche unter dem Namen Valium auf den Markt gebracht. Nach Chlordiazepoxid (Librium) 1960 war es das zweite Benzodiazepin. Es wird heute noch als das weltweit meist verschriebene Medikament seiner Klasse vermutet.

Diazepam ist ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine und wird heute noch vorwiegend unter dem Handelsnamen Valium vertrieben. Weitere Namen sind Faustan und Psychopax. Auch als Generikum ist es erhältlich. Diazepam ist primär zur Behandlung von Erregungszuständen, Spannungszuständen, Angststörungen und als Zusatztherapie bei Muskelspasmen zugelassen. In Deutschland wurde die Indikation zusätzlich auf Schlafstörungen sowie die Sedierung vor oder nach chirurgischen/diagnostischen Eingriffen erweitert.

Die Altersfreigabe ist im Arzneimittelkompendium nicht klar definiert. Jedenfalls ist es für Kinder (jedoch nicht Kleinkinder) verfügbar. Das führen eines Fahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen ist unter Diazepam-Einfluss enorm gefährlich! Diazepam darf –wie alle Benzodiazepine– auf keinen Fall zusammen mit Alkohol eingenommen werden.

Aufgrund seiner langen Halbwertszeit wird Diazepam meist dann verordnet, wenn eine längere Wirkdauer erwünscht ist. Gegen akute Panikattacken kommt es heute selten zum Einsatz, da das Medikament seine Wirkung etwas langsamer entfaltet als andere Benzodiazepine (wie beispielsweise Alprazolam oder Lorazepam). Ein aktiver Metabolit von Diazepam ist Oxazepam, welches vorwiegend gegen Schlafstörungen und als Beruhigungsmittel eingesetzt wird.

Das Medikament bindet sich im Gehirn an die GABA-Rezeptoren. GABA ist jener Botenstoff, welcher für die Beruhigung des Menschen zuständig ist. Benzodiazepine können sehr selten Paradoxreaktionen (Angstzustände, Schlaflosigkeit etc.) auslösen, insbesondere bei älteren Menschen.

Benzodiazepine sind zur kurzzeitigen Behandlung bestimmter Beschwerden alternativlos. Aufgrund ihres Abhängigkeitspotenzials und der drohenden Toleranzentwicklung muss die Einnahmeverordnung des Arztes zwingend eingehalten werden. Die max. Therapiedauer von 4 Wochen darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung im Ausnahmefall überschritten werden.

Indikation
  • Angstzustände
  • Spannungszustände
  • Erregungszustände
  • Zusatztherapie bei Muskelspasmen
  • Schlafstörungen (Zulassung nur in DE)
  • Beruhigung vor/nach Operationen oder diagnostischen Eingriffen (Zulassung nur in DE)
Dosierung & Anwendung

Einnahme: Bei Bedarf (so selten und so niedrig dosiert wie möglich). Standartdosis 5-10mg.

Maximale Dosis pro Gabe: 10mg

Dosierung: 5-20mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Halten Sie sich immer an die Dosisvorgaben des Arztes. Eine potenziell tödliche Überdosis (Atemdepression) kann auch in der hier erwähnten Dosierungsspanne auftreten, insbesondere wenn man die Einnahme von Benzodiazepinen nicht gewöhnt ist.

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 30-90 Minuten

Halbwertszeit: 20-45 Stunden

Bioverfügbarkeit: 64-97%

Wirkungseintritt: 20-40 Minuten

Wirkdauer: 8-12 Stunden

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Alle Benzodiazepine (inkl. Diazepam) besitzen bei regelmässigem Konsum ein hohes Abhängigkeitspotenzial mit entsprechender Toleranzentwicklung. Halten Sie sich genau an die Einnahmeverordnung Ihres Arztes!

Sehr häufig (mehr als 10%):

  • keine

Häufig (1-10%):

  • Schläfrigkeit
  • Mattigkeit
  • Benommenheit
  • Verlängerte Reaktionszeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Tagesmüdigkeit
  • Schwindel
  • Gangstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Verwirrtheit
  • Erinnerungslücken

Gelegentlich (0.1-1%):

  • keine

Selten (0.01-0.1%):

  • Appetitzunahme
  • Depression
  • Sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust)
  • Langsamer Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck
  • Veränderung des Pulsschlags
  • Sprechstörungen
  • Brustschmerzen
  • Atemdepression
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Gelbsucht
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Hautausschläge

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen / Einzelfälle / Häufigkeit unbekannt):

  • Zittern (Tremor)
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Muskelschwäche
  • Spontanes Wasserlassen (Einnässen)
  • Erhöhte Enzymwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase)
  • Herzrhythmusstörungen (inkl. Herzversagen, Herzstillstand)
  • Sturzgefahr
  • Paradoxe Reaktionen (inkl. Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Psychosen)
  • Albträume
  • Doppelbilder
  • Verschwommenes Sehen

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet (ausg. Abhängigkeit bei zu häufigem Konsum). Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Diazepam:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Diazepam-Präparates sind.
  • Bei einer Benzodiazepin-Unverträglichkeit.
  • Wenn Sie unter krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden.
  • Wenn Ihre Atemfunktion stark beeinträchtigt ist.
  • Wenn Sie unter Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafes) leiden.
  • Wenn bei Ihnen eine starke Beeinträchtigung der Leberfunktion festgestellt wurde.
  • Zusammen mit Alkohol.
  • Wenn Sie zu Suchterkrankungen neigen, suchtkrank sind oder früher waren (inkl. Alkohol).

 

Bei der Einnahme von Diazepam ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie Diabetiker/in (Zuckerkrankheit) sind.
  • Wenn Sie unter 18 oder über 65 Jahre alt sind.
  • Wenn Sie unter Herzbeschwerden leiden.

 

Diazepam soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Opiaten/Opioiden-Schmerzmittel (nur in Ausnahmefällen unter strengster ärztlicher Überwachung erlaubt)
  • Andere Benzodiazepine
  • Barbituriate
  • Z-Drugs
  • Gewisse Arzneimittel gegen Magengeschwüre
  • Gewisse Arzneimittel gegen Tuberkulose
  • Gewisse Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen
  • Gewisse Arzneimittel gegen Asthma
  • Gewisse Arzneimittel zur Alkoholentwöhnung
  • Antidepressiva
  • Antiepileptika
  • Muskelrelaxanzien
  • Lithium
  • Neuroleptika
  • H1-Antihistaminika
  • Gewisse Anästhetika (Narkosemittel)
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für Missbildungen des menschlichen Fötus.

Werden Benzodiazepine in der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen.

Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Diazepam während der Stillperiode nicht angewendet werden bzw. muss abgestillt werden.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.