Risperidon

atypisches Neuroleptikum | Handelsnamen: Risperdal sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Risperidon wird u.a. von der Firma Janssen-Cilag vertrieben und ist in Europa seit Mitte der 1990er Jahre zugelassen.

Risperidon ist ein atypisches Neuroleptikum und wird unter dem Handelsnamen Risperdal vertrieben. Ebenfalls ist es als Generikum erhältlich. Es besitzt ein breites Wirkspektrum und ist als Akutmedikation gegen Manien bei bipolaren Störungen sowie zur Behandlung von Psychosen (inkl. Schizophrenie), Aggressivität bei Demenzerkrankungen des Alzheimer-Typs, Störungen des Sozialverhaltens und autistischen Störungen zugelassen. Es gilt als sehr effektives aber sehr starkes Medikament. Ausser bei Schizophrenie sollte die Therapiedauer mit Risperidon nicht länger als 6-12 Wochen andauern.

Risperidon beeinflusst diverse Botenstoffe wie z.B. Dopamin, Serotonin, Histamin und Noradrenalin. Genauers dazu finden Sie hier.

Risperidon beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Das Medikament ist bereits ab dem 15. Altersjahr zugelassen. Da Risperidon dämpfend auf das zentrale Nervensystem (ZNS) wirkt, ist beim Konsum von Alkohol Vorsicht geboten.

Seit der Markteinführung von Quetiapin wird Risperidon zu Behandlung von manischen oder depressiven Zuständen nur noch selten verwendet.

Indikation
  • Akuttherapie bipolarer manischer Episoden
  • Schizophrenie und andere psychotische Störungen (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Alzheimer-Demenz mit schwerer Aggressivität oder schweren psychotischen Symptomen
  • Störungen des Sozialverhaltens (Aggressivität, Impulsivität, Autoaggression) bei Personen mit mentaler Retardierung oder Autismus

Der Einsatz von Risperidon ist bei allen Indikationen auf 6-12 Wochen beschränkt. Eine Ausnahme bildet lediglich die Schizophrenie, sofern die erkrankte Person nicht auf andere Medikamente anspricht.

Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Abends unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Zieldosis: 2-6mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Das Medikament wird relativ zügig „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend rasch schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Selbst bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme auch nach dem Abklingen sämtlicher Symptome nicht länger als 12 Wochen weitergeführt werden. Als Rezidivprophylaxe (präventive Verhinderung von Rückfällen) von Manien ist Risperidon nicht zugelassen. Soll das Medikament abgesetzt werden, ist ein abruptes Weglassen der Medikation zu vermeiden bzw. muss die Dosis unter ärztlicher Kontrolle reduziert werden. Oft wird Risperidon bei Manien lediglich als Akutmedikament verwendet und anschliessend durch ein anderes Präparat ersetzt. Eine längerfristige Einnahme ist nur in Ausnahmefällen angezeigt.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: nach 1-2 Stunden

Halbwertszeit: ca3 Stunden

Bioverfügbarkeit: 66-82%

Wirkungseintritt: nach 1-4 Tagen täglicher Einnahme (Sedierung bereits nach 1-2 Stunden)

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Schlaflosigkeit, Parkinson ähnliche Symptome, Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen.

Häufig (1-10%): Lungenentzündung, Bronchitis, Infektion der oberen Atemwege, Schnupfen, Harnwegsinfektion, Infektion des Ohrs, Grippe, Hyperprolaktinämie (Blutwert), Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, verminderter Appetit, Unruhe, Depressionen, Angst, motorische Unruhe, Bewegungsstörungen, Schwindel, Zittern (Tremor), verschwommenes Sehen, Entzündung der Bindehaut, Herzrasen, Hypertension der Gefässe, Kurzatmigkeit, pharyngolaryngealer Schmerz, Husten, Nasenbluten, verstopfte Nase, Bauchschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Verdauungsstörungen, trockener Mund, Zahnschmerzen, Hautausschlag, Hautrötung, Muskelkrämpfe, Schmerzen in Skelett und Muskulatur, Rücken­schmerzen, Gelenkschmerzen, Gelenksteifigkeit, abnormale Haltung, Muskelschwäche, Nackenschmerzen, spontanes Wasserlassen (Einnässen), Ödeme, Fieber, Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Schmerzen allgemein, Stürze, erhöhter Kreatinphosphokinase-Wert.

Gelegentlich (0.1-1%): Atemwegsinfektion, Entzündung der Harnblase, Infektion des Auges, Mandelentzündung, Nagelpilz, Cellulitis, lokale Infektionen, erhöhtes Risiko viraler Infektionen, Krätze, veränderte Blutwerte (Neutropenie, Abnahme der Anzahl weisser Blutkörperchen, Thrombozytopenie, Anämie, Abnahme des Hämatokrits, Abnahme der Anzahl eosinophiler Granulozyten, erhöhter Blutzucker, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes), Hypersensitivität des Immunsystems, Durst, Gewichtsabnahme, Anorexie, Manie, Verwirrtheit, sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust), Durchblutungsstörungen der Organe, Bewusstseinsverlust, epileptische Anfälle, Ohnmachtsanfälle, fehlende Reaktion auf Reize, Verminderung des Bewusstseinsgrades, psychomotorische Unruhe, Gleichgewichtsstörungen, eingeschränkte Koordination, Haltungsschwindel, Aufmerksamkeitsstörungen, Sprechstörungen, Störung des Geschmacksempfindens, verminderte Berührungs- und Drucksensibilität der Haut, Missempfindungen der Haut (Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.), Lichtempfindlichkeit der Augen, trockene Augen, Tränenfluss, verstärkte Durchblutung der Augen, Schwindel, Tinnitus, Ohrenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden (Vorhofflimmern, atrioventrikulärer Block, Erregungsleitungsstörung, verlängertes QT-Intervall im EKG, verlangsamter Herzschlag, abnormales EKG, erhöhte Wahrnehmung des eigenen Herzschlages, Hypotension der Gefässe, niedriger Blutdruck), Erröten, Lungenstauung, Lungenrasseln, Keuchen, Atembeschwerden, Magen-Darm-Entzündung, Schluckstörungen, Blähungen, erhöhte Leberwerte, bleibender Haarausfall, Nesselfieber, Hautausschläge, Juckreiz, Verhornung der Haut, Hautverfärbungen, Akne, trockene Haut, häufiges Wasserlassen, Harnverhalt, schmerzhaftes Wasserlassen, Ausbleiben der Menstruation, Menstruationsstörungen allgemein, Vergrösserung der Brustdrüse beim Mann, Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit, Brustschmerzen, vaginaler Ausfluss, Schüttelfrost, Gangstörungen, Krankheitsgefühl, Unwohlsein, Unbehagen, Schmerz nach chirurgischen Eingriffen.

Selten (0.01-0.1%): Inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons, veränderte Blutwerte (diabetisches Koma, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Triglyceride erhöht, Glukosurie), abgestumpfte Affekte, malignes neuroleptisches Syndrom (MNS), Kopfzittern, grüner Star, Störung der Augenbewegung, Augenrollen, Verkrustung des Augenlidrandes, Schwankungen der Herzfrequenz, Lungenembolie, tiefe Venenthrombose, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Hyperventilation, Bauchspeicheldrüse-Entzündung, intestinale Obstruktion, Schwellung der Zunge, Entzündung der Lippen, Darmverschluss, Gelbsucht, Rhabdomyolyse, verspätete Menstruation, Brustdrüsenschwellung, Absonderung aus der Brustdrüse, Unterkühlung, verminderte Körpertemperatur, Kältegefühl, Absetzsymptome.

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen/Einzelfälle/Häufigkeit unbekannt): Veränderte Blutwerte (Agranulozytose, diabetische Ketoazidose, Hyperinsulinämie), anaphylaktische Reaktion, Überwässerung, unkontrollierte Essenseinnahme beim Schlafwandeln, Floppy-Iris Syndrom, posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom, Anigoödem, Dauererektion, Gewebeverhärtung.

Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Risperidon:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Risperidon-Präparates sind.
  • Wenn Sie unter Demenz leiden.
  • Wenn Sie Parkinson haben.

 

Bei der Einnahme von Risperidon ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie einen Schlafanfall erlitten haben.
  • Wenn Sie ein Blutgerinnsel haben oder in Ihrer Familie Fälle von Blutgerinnseln aufgetreten sind.
  • Wenn Ihr Körper Probleme mit der Temperaturregulation hat.
  • Wenn Sie aktuell oder in Vergangenheit zu tiefe Werte für weisse Blutkörperchen festgestellt wurden.
  • Wenn Sie einen hohen Spiegel des Hormons Prolaktin im Blut haben.
  • Wenn Sie unter einem Tumor leiden.
  • Wenn Sie stark übergewichtig sind.
  • Wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
  • Wenn Sie unter schmerzhaften Erektionen leiden (Priapismus).
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn bei Ihnen eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung festgestellt wurde.

 

Risperidon soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck
  • Arzneimittel zur Behandlung von Malaria
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien 
  • Andere Neuroleptika/Antipsychotika
  • Antidepressiva (insbesondere Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin und Bupropion)
  • Lithium (mood-stabilizer)
  • Harntreibende Arzneimittel
  • Itraconazol und Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS (z.B. Ritonavir)
  • Psychostimulanzien wie Methylphenidat (z.B. Ritalin) oder Amphetamine
  • Carbamazepin (Antiepileptika/mood-stabilizer)
  • Rifampicin (zur Behandlung von Infektionen)
  • Arzneimittel mit Auswirkungen auf die Körpersalze (Natrium, Kalium, Magnesium).

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt keine kontrollierten Studien bei Schwangeren.

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Risperidon) exponiert sind, besteht nach der Geburt die Gefahr von Entzugssymptomen. Diese Symptome beim Neugeborenen können Agitation, ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Atemnot und Störungen bei der Nahrungsaufnahme/Probleme beim Füttern einschliessen.

Risperidon geht in die menschliche Muttermilch über. Während der Therapie mit Risperidon soll nicht gestillt werden.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Aripiprazol • Asenapin • Brexpiprazol •  Olanzapin • Quetiapin • Riperidon • Supirid • Ziprasidon

Risperidon

atypisches Neuroleptikum | Handelsnamen: Risperdal sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Risperidon wird u.a. von der Firma Janssen-Cilag vertrieben und ist in Europa seit Mitte der 1990er Jahre zugelassen.

Risperidon ist ein atypisches Neuroleptikum und wird unter dem Handelsnamen Risperdal vertrieben. Ebenfalls ist es als Generikum erhältlich. Es besitzt ein breites Wirkspektrum und ist als Akutmedikation gegen Manien bei bipolaren Störungen sowie zur Behandlung von Psychosen (inkl. Schizophrenie), Aggressivität bei Demenzerkrankungen des Alzheimer-Typs, Störungen des Sozialverhaltens und autistischen Störungen zugelassen. Es gilt als sehr effektives aber sehr starkes Medikament. Ausser bei Schizophrenie sollte die Therapiedauer mit Risperidon nicht länger als 6-12 Wochen andauern.

Risperidon beeinflusst diverse Botenstoffe wie z.B. Dopamin, Serotonin, Histamin und Noradrenalin. Genauers dazu finden Sie hier.

Risperidon beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Das Medikament ist bereits ab dem 15. Altersjahr zugelassen. Da Risperidon dämpfend auf das zentrale Nervensystem (ZNS) wirkt, ist beim Konsum von Alkohol Vorsicht geboten.

Seit der Markteinführung von Quetiapin wird Risperidon zu Behandlung von manischen oder depressiven Zuständen nur noch selten verwendet.

Indikation
  • Akuttherapie bipolarer manischer Episoden
  • Schizophrenie und andere psychotische Störungen (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Alzheimer-Demenz mit schwerer Aggressivität oder schweren psychotischen Symptomen
  • Störungen des Sozialverhaltens (Aggressivität, Impulsivität, Autoaggression) bei Personen mit mentaler Retardierung oder Autismus

Der Einsatz von Risperidon ist bei allen Indikationen auf 6-12 Wochen beschränkt. Eine Ausnahme bildet lediglich die Schizophrenie, sofern die erkrankte Person nicht auf andere Medikamente anspricht.

Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Abends.
Die Einnahme muss täglich erfolgen.

Zieldosis: 2-6mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Das Medikament wird relativ zügig „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend rasch schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Selbst bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme auch nach dem Abklingen sämtlicher Symptome nicht länger als 12 Wochen weitergeführt werden. Als Rezidivprophylaxe (präventive Verhinderung von Rückfällen) von Manien ist Risperidon nicht zugelassen. Soll das Medikament abgesetzt werden, ist ein abruptes Weglassen der Medikation zu vermeiden bzw. muss die Dosis unter ärztlicher Kontrolle reduziert werden. Oft wird Risperidon bei Manien lediglich als Akutmedikament verwendet und anschliessend durch ein anderes Präparat ersetzt. Eine längerfristige Einnahme ist nur in Ausnahmefällen angezeigt.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 1-2 Stunden

Halbwertszeit: 3 Stunden

Bioverfügbarkeit: 66-82%

Wirkungseintritt: 1-4 Tage (Sedierung 1-2 Stunden)

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%):

  • Schlaflosigkeit
  • Parkinson ähnliche Symptome
  • Bewusstseinsstörungen
  • Kopfschmerzen

Häufig (1-10%):

  • Lungenentzündung
  • Bronchitis
  • Infektion der oberen Atemwege
  • Schnupfen
  • Harnwegsinfektion
  • Infektion des Ohrs
  • Grippe
  • Hyperprolaktinämie (Blutwert)
  • Gewichtszunahme
  • Verstärkter Appetit
  • Verminderter Appetit
  • Unruhe
  • Depressionen
  • Angst
  • Motorische Unruhe
  • Bewegungsstörungen
  • Schwindel
  • Zittern (Tremor)
  • Verschwommenes Sehen
  • Entzündung der Bindehaut
  • Herzrasen
  • Hypertension der Gefässe
  • Kurzatmigkeit
  • Pharyngolaryngealer Schmerz
  • Husten
  • Nasenbluten
  • Verstopfte Nase
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Verdauungsstörungen
  • Trockener Mund
  • Zahnschmerzen
  • Hautausschlag
  • Hautrötung
  • Muskelkrämpfe
  • Schmerzen in Skelett und Muskulatur
  • Rücken­schmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Gelenksteifigkeit
  • Abnormale Haltung
  • Muskelschwäche
  • Nackenschmerzen
  • Spontanes Wasserlassen (Einnässen)
  • Ödeme
  • Fieber
  • Kraftlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Schmerzen allgemein
  • Stürze
  • Erhöhter Kreatinphosphokinase-Wert

Gelegentlich (0.1-1%):

  • Atemwegsinfektion
  • Entzündung der Harnblase
  • Infektion des Auges
  • Mandelentzündung
  • Nagelpilz
  • Cellulitis
  • Lokale Infektionen
  • Erhöhtes Risiko viraler Infektionen
  • Krätze
  • Veränderte Blutwerte (Neutropenie, Abnahme der Anzahl weisser Blutkörperchen, Thrombozytopenie, Anämie, Abnahme des Hämatokrits, Abnahme der Anzahl eosinophiler Granulozyten, erhöhter Blutzucker, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes)
  • Hypersensitivität des Immunsystems
  • Durst
  • Gewichtsabnahme
  • Anorexie (Appetitverlust)
  • Manie
  • Verwirrtheit
  • Sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust)
  • Durchblutungsstörungen der Organe
  • Bewusstseinsverlust
  • Epileptische Anfälle
  • Ohnmachtsanfälle
  • Fehlende Reaktion auf Reize
  • Verminderung des Bewusstseinsgrades
  • Psychomotorische Unruhe
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Eingeschränkte Koordination
  • Haltungsschwindel
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Sprechstörungen
  • Störung des Geschmacksempfindens
  • Verminderte Berührungs- und Drucksensibilität der Haut
  • Missempfindungen der Haut (Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.)
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • Trockene Augen
  • Tränenfluss
  • Verstärkte Durchblutung der Augen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Ohrenschmerzen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden (Vorhofflimmern, atrioventrikulärer Block, Erregungsleitungsstörung, verlängertes QT-Intervall im EKG, verlangsamter Herzschlag, abnormales EKG, erhöhte Wahrnehmung des eigenen Herzschlages, Hypotension der Gefässe, niedriger Blutdruck)
  • Erröten
  • Lungenstauung
  • Lungenrasseln
  • Keuchen
  • Atembeschwerden
  • Magen-Darm-Entzündung
  • Schluckstörungen
  • Blähungen
  • Erhöhte Leberwerte
  • Bleibender Haarausfall
  • Nesselfieber
  • Hautausschläge
  • Juckreiz
  • Verhornung der Haut
  • Hautverfärbungen
  • Akne
  • Trockene Haut
  • Häufiges Wasserlassen
  • Harnverhalt
  • Schmerzhaftes Wasserlassen
  • Ausbleiben der Menstruation
  • Menstruationsstörungen allgemein
  • Vergrösserung der Brustdrüse beim Mann
  • Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit
  • Brustschmerzen
  • vaginaler Ausfluss
  • Schüttelfrost
  • Gangstörungen
  • Krankheitsgefühl
  • Unwohlsein
  • Unbehagen
  • Schmerz nach chirurgischen Eingriffen

Selten (0.01-0.1%):

  • Inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons
  • Veränderte Blutwerte (diabetisches Koma, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Triglyceride erhöht, Glukosurie)
  • Abgestumpfte Affekte
  • Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
  • Kopfzittern
  • Grüner Star
  • Störung der Augenbewegung
  • Augenrollen
  • Verkrustung des Augenlidrandes
  • Schwankungen der Herzfrequenz
  • Lungenembolie
  • Tiefe Venenthrombose
  • Schlaf-Apnoe-Syndrom
  • Hyperventilation
  • Bauchspeicheldrüse-Entzündung
  • Intestinale Obstruktion
  • Schwellung der Zunge
  • Entzündung der Lippen
  • Darmverschluss
  • Gelbsucht
  • Rhabdomyolyse
  • Verspätete Menstruation
  • Brustdrüsenschwellung
  • Absonderung aus der Brustdrüse
  • Unterkühlung
  • Verminderte Körpertemperatur
  • Kältegefühl
  • Absetzsymptome

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen / Einzelfälle / Häufigkeit unbekannt):

  • Veränderte Blutwerte (Agranulozytose, diabetische Ketoazidose, Hyperinsulinämie)
  • Anaphylaktische Reaktion
  • Überwässerung
  • Unkontrollierte Essenseinnahme beim Schlafwandeln
  • Floppy-Iris Syndrom
  • Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom
  • Anigoödem
  • Dauererektion
  • Gewebeverhärtung

Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Risperidon:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Risperidon-Präparates sind.
  • Wenn Sie unter Demenz leiden.
  • Wenn Sie Parkinson haben.

 

Bei der Einnahme von Risperidon ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie einen Schlafanfall erlitten haben.
  • Wenn Sie ein Blutgerinnsel haben oder in Ihrer Familie Fälle von Blutgerinnseln aufgetreten sind.
  • Wenn Ihr Körper Probleme mit der Temperaturregulation hat.
  • Wenn Sie aktuell oder in Vergangenheit zu tiefe Werte für weisse Blutkörperchen festgestellt wurden.
  • Wenn Sie einen hohen Spiegel des Hormons Prolaktin im Blut haben.
  • Wenn Sie unter einem Tumor leiden.
  • Wenn Sie stark übergewichtig sind.
  • Wenn Sie an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
  • Wenn Sie unter schmerzhaften Erektionen leiden (Priapismus).
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn bei Ihnen eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung festgestellt wurde.

 

Risperidon soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck
  • Arzneimittel zur Behandlung von Malaria
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien 
  • Andere Neuroleptika/Antipsychotika
  • Antidepressiva (insbesondere Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin und Bupropion)
  • Lithium (mood-stabilizer)
  • Harntreibende Arzneimittel
  • Itraconazol und Ketoconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Gewisse Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS (z.B. Ritonavir)
  • Psychostimulanzien wie Methylphenidat (z.B. Ritalin) oder Amphetamine
  • Carbamazepin (Antiepileptika/mood-stabilizer)
  • Rifampicin (zur Behandlung von Infektionen)
  • Arzneimittel mit Auswirkungen auf die Körpersalze (Natrium, Kalium, Magnesium).

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

Schwangerschaft & Stillzeit

Es gibt keine kontrollierten Studien bei Schwangeren.

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft Antipsychotika (einschliesslich Risperidon) exponiert sind, besteht nach der Geburt die Gefahr von Entzugssymptomen. Diese Symptome beim Neugeborenen können Agitation, ungewöhnlich erhöhten oder verminderten Muskeltonus, Tremor, Schläfrigkeit, Atemnot und Störungen bei der Nahrungsaufnahme/Probleme beim Füttern einschliessen.

Risperidon geht in die menschliche Muttermilch über. Während der Therapie mit Risperidon soll nicht gestillt werden.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.