Sertralin

Antidepressivum (SSRI) | Handelsnamen: Zoloft, Tresleen sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Sertralin wurde vom Pharmaunternehmen Pfizer entwickelt und 1997 in Europa zugelassen.

Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der „selektiven Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer“ (SSRI) und wird vorwiegend unter dem Handelsnamen Zoloft vertrieben. Weitere Namen sind Adjuvin, Gladem und Tresleen. Ebenfalls sind zahlreiche Generika auf dem Markt. Das Medikament hat ein breites Wirkspektrum und ist zur Behandlung von Depressionen, Panikstörungen (inkl. Agoraphobie), sozialer Phobie, Posttraumatischer-Belastungsstörungen (PTBS) und Zwangsstörungen zugelassen.

Sertralin ist bei allen Indikationen ab dem 18. Altersjahr zugelassen. Eine Ausnahme bilden jedoch die Zwangsstörungen, da ist das Medikament bereits ab dem 6. Altersjahr verfügbar. Bezüglich der Fahrtüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine Einschränkungen bekannt. Dennoch sollten Sie zunächst abwarten um zu wissen, wie Sie auf dieses Medikament reagieren. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Sertralin ähnelt pharmakologisch dem Medikament Citalopram (ebenfalls ein SSRI), hat aber zusätzlich eine schwach dopaminerge Wirkung, was im Positiven eine Antriebssteigerung und im Negativen eine gewisse innere Unruhe verursachen kann.

Indikationen
  • Depression (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie)
  • Soziale Phobie
  • Posttraumatische-Belastungsstörung (PTBS)
  • Zwangsstörungen
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens oder Abends unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Zieldosis: 50-200mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: nach 5-9 Stunden

Halbwertszeit: 22-36 Stunden

Bioverfügbarkeit: ca. 44%

Wirkungseintritt: nach 2-5 Wochen täglicher Einnahme

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust).

Häufig (1-10%): Unwohlsein, Menstruationsstörungen, häufiges Wasserlassen, Probleme beim Wasserlassen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Schwitzen, Hautausschlag, Verdauungsstörungen, Verstopfungen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähungen, Gähnen, Hitzewallungen, Herzklopfen, Tinnitus, Sehstörungen, Zittern (Tremor), Missempfindungen der Haut (Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.), angespannte Muskulatur, Muskelzuckungen, Angst, Nervosität, Unruhe, Depressionen bzw. deren Verschlechterung, verminderter Appetit, gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Zähneknirschen, Albträume, Schläfrigkeit/Müdigkeit, Bewegungsstörungen, Schmerzen im Brustkorb, Mundtrockenheit, Fieber, Kraftlosigkeit.

Gelegentlich (0.1-1%): Gangstörungen, Ödeme an Armen und/oder Beinen, Harnverhalt, spontanes Wasserlassen (Einnässen), Muskelkrämpfe, Hauttrockenheit, Juckreiz, Blutungen der Haut und/oder der Schleimhäute, Nesselfieber, bleibender Haarausfall, Blutungen im Verdauungstrakt, Nasenbluten, Verkrampfung der Muskeln rund um die Atemwege, Kurzatmigkeit, Bluthochdruck, erhöhte Neigung zu Blutungen, Herzrasen, Ödeme rund um die Augenregion, grosse Pupillen, Verminderung der Druck- und Berührungssensibilität der Haut, Migräne, Ohnmacht (Synkope), Krampfanfälle, Koma, Verwirrtheit, Aggression, Halluzinationen, euphorische Stimmung, Überempfindlichkeitsreaktionen, asymptomatischer Anstieg der Serumtransaminasen, Gewichtsabnahme, Suizidgedanken, Veränderung des Geschmacksempfindens, erhöhte Leberwerte.

Selten (0.01-0.1%): Veränderte Blutwerte (Leukopenie, Thrombozytopenie, anormale Thrombozytenfunktionstests, Hyperprolaktinämie, Hyponatriämie, Hyperglykämie, Hypoglykämie, Hypercholesterinämie, Schwartz-Bartter-Syndrom), Diabetes, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Sprechstörungen, Lichtempfindlichkeit der Augen, grüner Star, vermehrtes Vorkommen von roten Blutkörperchen im Urin (Hämaturie), Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit, Vergrösserung der Brustdrüse beim Mann, Absetzsymptome, Dauererektion, anaphylaktische Reaktion, Fettstoffwechselstörung (Hypertriglyzeridämie), Psychosen, Serotonin-Syndrom, QTc-Verlängerung im EKG, Torsade de Pointes, zerebrovaskulärer Spasmus, Leberschäden (inkl. Hepatitis, Gelbsucht und Leberversagen), Angioödem, Lichtempfindlichkeit der Haut, schwere Hauterkrankungen (inkl. Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforma, epidermale Nekrolyse), Kieferklemme, Schilddrüsenunterfunktion, Doppelbilder,  Rhabdomyolyse, erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen, nächtliches Wasserlassen (Bettnässen), Ödeme im Gesicht.

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen/Einzelfälle/Häufigkeit unbekannt): keine

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Sertralin:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Sertralin-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pimozid zur Behandlung von gewissen psychischen Störungen einnehmen.
  • Wenn Sie an instabiler Epilepsie leiden.
  • Wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

 

Bei der Einnahme von Sertralin ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an einer stabilen Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie Salzmangel (niedrige Natriumspiegel im Blut) haben.
  • Wenn bei Ihnen eine verstärkte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen besteht.
  • Wenn sie unter grünem Star oder anderen Augenerkrankungen leiden.
  • Bei Jugendlichen unter 18 Jahren (ausg. im Zuge der Behandlung von Zwangsstörungen).

 

Sertralin soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Andere Antidepressiva (inkl. Johanniskraut)
  • Lithium
  • Tryptophan
  • Tramadol
  • Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane)
  • Methylphenidat (z.B. Ritalin)
  • Aufputschmittel (Amphetamine)
  • Arzneimitteln mit Auswirkungen auf die Funktion der Blutplättchen (wie z.B. Acetylsalicylsäure, nichtsteroidale Entzündungshemmer etc.)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen/Arthritis (Wirkstoffe wie z.B. Ibuprofen, Naproxen, Paracetamol)
  • Dextromethorphan (Arzneimittel gegen Husten)
  • Cimetidin (Arzneimittel, welches die Säureproduktion im Magen hemmt)
  • Ritonavir (zur Behandlung von HIV)
  • Einige Antibiotika (z.B. Moxifloxacin, Clarithromycin, Erythromycin etc.)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Itraconazol, Voriconazol)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck (z.B. Amiodaron, Digoxin, Flecainid, Propafenon, Propranolol)
  • Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Beschwerden des oberen Magen-Darm-Traktes)
  • Diazepam (Benzodiazepine)
  • Zolpidem (Z-Drugs)
  • Einige Antiepileptika (z.B. Clonazepam, Phenobarbital, Phenytoin)
  • Hydroxychloroquin (Arzneimittel zur Malariaprophylaxe und -therapie)
  • Fentanyl (Arzneimittel gegen sehr starke Schmerzen)
  • Appetitzügler (z.B. Fenfluramin)
  • Arzneimittel zur Blutverdünnung (sogenannte Antikoagulantien)
  • Imatinib (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien bei schwangeren Frauen vor.

Nach Einnahme von Sertralin bzw. anderen SSRI’s am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Verfärbung der Haut, Atemunterbrüche, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Tremor, abnormale Muskelspannungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Erbrechen, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Sertralin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Falls eine Behandlung mit Sertralin notwendig ist, soll abgestillt werden.

Studien

Die antidepressive Wirksamkeit von Sertralin wurde in mehreren kontrollierten Studien nachgewiesen. Dabei wurden die üblichen diagnostischen Kriterien und Bewertungsskalen (z.B. «Hamilton Depression Rating Scale » und «Clinical Global Impression Scale») angewandt.

Vergleich mit Placebo: In einer nordamerikanischen Dosisfindungsstudie wurden während sechs Wochen verschiedene Sertralin-Dosen (50,100, 200 mg) mit Placebo verglichen. Bei insgesamt 289 Personen mit einer mittelschweren bis schweren Depression war Sertralin in allen Dosen signifikant wirksamer als Placebo; die höchste Dosis (200 mg/Tag) war etwas wirksamer als die kleineren Dosen.

Interessant ist ferner eine Langzeit-Doppelblindstudie, in der 295 Personen im Anschluss an eine offene Sertralin-Behandlung während 44 Wochen entweder unverändert ihre Sertralin-Dosis oder Placebo erhielten. Während der ganzen Doppelblindphase hatten die mit Sertralin Behandelten signifikant weniger Rückfälle in eine Depression.

Vergleich mit Amitriptylin: In einer Doppelblindstudie bei 448 Patienten mit schwerer Depression wurde die Dosis initial titriert und so relativ hohe durchschnittliche Tagesdosen (Sertralin: 159mg, Amitriptylin: 111mg) erreicht. Zwischen den beiden Medikamenten ergab sich kein signifikanter Unterschied in der antidepressiven Wirkung; gegenüber Placebo waren beide deutlich wirksamer.

In einer anderen Doppelblindstudie wurde Sertralin (50 bis 200 mg/Tag) bei älteren Leuten mit Amitriptylin (50 bis 150 mg/Tag) verglichen. Auch in dieser Studie waren die beiden Antidepressiva ungefähr gleich gut wirksam. Eine relevante Besserung ergab sich bei 69% der mit Sertralin und bei 63% der mit Amitriptylin behandelten Patienten.

Vergleich mit Fluoxetin: Bisher wurde nur eine Studie publiziert, in der Sertralin mit einem anderen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verglichen wurde: In dieser achtwöchigen Doppelblindstudie erhielten 48 Personen Sertralin (mittlere Dosis: 72mg/Tag) und 40 Fluoxetin (mittlere Dosis: 28 mg/Tag). In beiden Gruppen konnte schon nach einer Woche eine deutliche Besserung der Depression festgestellt werden. Ein signifikanter Unterschied zwischen Fluoxetin und Sertralin fand sich während der ganzen Studie nicht.

Vergleich mit Trazodon: In einer Doppelbildstudie wurde Trazodon (retardiert) mit Sertralin verglichen. Die depressiven Studienteilnehmer waren zwischen 19 und 64 Jahre alt und erhielten während sechs Wochen entweder 150-450mg Trazodon oder 50-100mg Sertralin. Zwischen den beiden Medikamenten konnte bezüglich Ansprechrate keinen signifikanten Unterschied festgestellt werden, Trazodon erwies sich jedoch betreffend der Schlafqualität als eindeutig überlegen.

Vergleich mit Tianeptin: In einer Studie zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit zwischen Sertralin und Tianeptin.

Vergleich mit Imipramin: In einer kleineren Studie zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit zwischen Sertralin und Imipramin.

Studie des Nordic Cochrane Centre: Das Nordic Cochrane Centre wird vom dänischen Staat finanziert und darf per Gesetz keine Gelder der Pharmaindustrie annehmen. So soll die grösstmögliche Unabhängigkeit garantiert werden. Das Zentrum hat bis im Juni 2019 522 bereits publizierte placebokontrollierte Studien zu Antidepressiva im Allgemeinen ausgewertet. Es handelt sich dabei um klinische Studien, an denen insgesamt 116’477 depressive Probandinnen und Probanden teilgenommen haben. Zusätzlich hat das Zentrum auch 19 unveröffentlichte klinische Studien der Pharmaindustrie beigezogen. Also Studien, welche die Pharmakonzerne nicht veröffentlicht haben wollten, aber beim Zulassungsgesuch des Medikaments den Behörden vorlegen mussten. Die Forscher konnten nur eine leichte Überlegenheit von Antidepressiva gegenüber Placebo feststellten. Es handelt sich dabei um einen Unterschied von lediglich 1,97 Punkten auf einer Skala von 52 Punkten.

Weiteres: Wie andere Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ist Sertralin bei Zwangsneurosen wirksamer als Placebo. Gemäss einer kontrollierten Studie ergab Sertralin (50 bis 200 mg/Tag) bei Personen mit obsessiv-kompulsiven Störungen eine signifikante Wirkung. Nach 8 Wochen war bei 56% der mit Sertralin behandelten, aber nur bei 32% der Placebo-behandelten Patienten eine Besserung erreicht.

Bedenken Sie, dass diese Studien keinen Aufschluss über die Wirksamkeit im Einzelfall ergeben.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: August 2018

Sertralin

Antidepressivum (SSRI) | Handelsnamen: Zoloft, Tresleen sowie div. Generika

Allgemeine Informationen

Sertralin wurde vom Pharmaunternehmen Pfizer entwickelt und 1997 in Europa zugelassen.

Sertralin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der „selektiven Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer“ (SSRI) und wird vorwiegend unter dem Handelsnamen Zoloft vertrieben. Weitere Namen sind Adjuvin, Gladem und Tresleen. Ebenfalls sind zahlreiche Generika auf dem Markt. Das Medikament hat ein breites Wirkspektrum und ist zur Behandlung von Depressionen, Panikstörungen (inkl. Agoraphobie), sozialer Phobie, Posttraumatischer-Belastungsstörungen (PTBS) und Zwangsstörungen zugelassen.

Sertralin ist bei allen Indikationen ab dem 18. Altersjahr zugelassen. Eine Ausnahme bilden jedoch die Zwangsstörungen, da ist das Medikament bereits ab dem 6. Altersjahr verfügbar. Bezüglich der Fahrtüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine Einschränkungen bekannt. Dennoch sollten Sie zunächst abwarten um zu wissen, wie Sie auf dieses Medikament reagieren. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Sertralin ähnelt pharmakologisch dem Medikament Citalopram (ebenfalls ein SSRI), hat aber zusätzlich eine schwach dopaminerge Wirkung, was im Positiven eine Antriebssteigerung und im Negativen eine gewisse innere Unruhe verursachen kann.

Indikationen
  • Depression (inkl. Rezidivprophylaxe)
  • Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie)
  • Soziale Phobie
  • Posttraumatische-Belastungsstörung (PTBS)
  • Zwangsstörungen
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens oder Abends.
Die Einnahme muss täglich erfolgen.

Zieldosis: 50-200mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 5-9 Stunden

Halbwertszeit: 22-36 Stunden

Bioverfügbarkeit: 44%

Wirkungseintritt: 2-5 Wochen

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%):

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen (inkl. Libidoverlust)

Häufig (1-10%):

  • Unwohlsein
  • Menstruationsstörungen
  • Häufiges Wasserlassen
  • Probleme beim Wasserlassen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schwitzen
  • Hautausschlag
  • Verdauungsstörungen
  • Verstopfungen
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Gähnen
  • Hitzewallungen
  • Herzklopfen
  • Tinnitus
  • Sehstörungen
  • Zittern (Tremor)
  • Missempfindungen der Haut (Kribbeln, Taubheitsgefühl etc.)
  • Angespannte Muskulatur
  • Muskelzuckungen
  • Angst
  • Nervosität
  • Unruhe
  • Depressionen bzw. deren Verschlechterung
  • Verminderter Appetit
  • Gesteigerter Appetit
  • Gewichtszunahme
  • Zähneknirschen
  • Albträume
  • Schläfrigkeit/Müdigkeit
  • Bewegungsstörungen
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Mundtrockenheit
  • Fieber
  • Kraftlosigkeit

Gelegentlich (0.1-1%):

  • Gangstörungen
  • Ödeme an Armen und/oder Beinen
  • Harnverhalt
  • Spontanes Wasserlassen (Einnässen)
  • Muskelkrämpfe
  • Hauttrockenheit
  • Juckreiz
  • Blutungen der Haut und/oder der Schleimhäute
  • Nesselfieber
  • Bleibender Haarausfall
  • Blutungen im Verdauungstrakt
  • Nasenbluten
  • Verkrampfung der Muskeln rund um die Atemwege
  • Kurzatmigkeit
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Neigung zu Blutergüssen
  • Herzrasen
  • Ödeme rund um die Augenregion
  • Grosse Pupillen
  • Verminderung der Druck- und Berührungssensibilität der Haut
  • Migräne
  • Ohnmachtsanfälle
  • Krampfanfälle
  • Koma
  • Verwirrtheit
  • Aggression
  • Halluzinationen
  • Euphorische Stimmung,
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Asymptomatischer Anstieg der Serumtransaminasen
  • Gewichtsabnahme
  • Suizidgedanken
  • Veränderung des Geschmacksempfindens
  • Erhöhte Leberwerte

Selten (0.01-0.1%):

  • Veränderte Blutwerte (Leukopenie, Thrombozytopenie, anormale Thrombozytenfunktionstests, Hyperprolaktinämie, Hyponatriämie, Hyperglykämie, Hypoglykämie, Hypercholesterinämie, Schwartz-Bartter-Syndrom)
  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Sprechstörungen
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • Grüner Star
  • Vermehrtes Vorkommen von roten Blutkörperchen im Urin (Hämaturie)
  • Milchfluss ohne Schwangerschaft/Stillzeit
  • Vergrösserung der Brustdrüse beim Mann
  • Absetzsymptome
  • Dauererektion
  • Anaphylaktische Reaktion
  • Fettstoffwechselstörung (Hypertriglyzeridämie)
  • Psychosen
  • Serotonin-Syndrom
  • QTc-Verlängerung im EKG
  • Torsade de Pointes
  • Zerebrovaskulärer Spasmus
  • Leberschäden (inkl. Hepatitis, Gelbsucht und Leberversagen)
  • Angioödem
  • Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Schwere Hauterkrankungen (inkl. Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforma, epidermale Nekrolyse)
  • Kieferklemme
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Doppelbilder
  • Rhabdomyolyse
  • Erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen
  • Nächtliches Wasserlassen (Bettnässen)
  • Ödeme im Gesicht

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen / Einzelfälle / Häufigkeit unbekannt):

  • keine

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Sertralin:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Sertralin-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Pimozid zur Behandlung von gewissen psychischen Störungen einnehmen.
  • Wenn Sie an instabiler Epilepsie leiden.
  • Wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben.

 

Bei der Einnahme von Sertralin ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
  • Wenn Sie an einer stabilen Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie Salzmangel (niedrige Natriumspiegel im Blut) haben.
  • Wenn bei Ihnen eine verstärkte Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen besteht.
  • Wenn sie unter grünem Star oder anderen Augenerkrankungen leiden.
  • Bei Jugendlichen unter 18 Jahren (ausg. im Zuge der Behandlung von Zwangsstörungen).

 

Sertralin soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Andere Antidepressiva (inkl. Johanniskraut)
  • Lithium
  • Tryptophan
  • Tramadol
  • Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane)
  • Methylphenidat (z.B. Ritalin)
  • Aufputschmittel (Amphetamine)
  • Arzneimitteln mit Auswirkungen auf die Funktion der Blutplättchen (wie z.B. Acetylsalicylsäure, nichtsteroidale Entzündungshemmer etc.)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen/Arthritis (Wirkstoffe wie z.B. Ibuprofen, Naproxen, Paracetamol)
  • Dextromethorphan (Arzneimittel gegen Husten)
  • Cimetidin (Arzneimittel, welches die Säureproduktion im Magen hemmt)
  • Ritonavir (zur Behandlung von HIV)
  • Einige Antibiotika (z.B. Moxifloxacin, Clarithromycin, Erythromycin etc.)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Itraconazol, Voriconazol)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck (z.B. Amiodaron, Digoxin, Flecainid, Propafenon, Propranolol)
  • Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Übelkeit und Beschwerden des oberen Magen-Darm-Traktes)
  • Diazepam (Benzodiazepine)
  • Zolpidem (Z-Drugs)
  • Einige Antiepileptika (z.B. Clonazepam, Phenobarbital, Phenytoin)
  • Hydroxychloroquin (Arzneimittel zur Malariaprophylaxe und -therapie)
  • Fentanyl (Arzneimittel gegen sehr starke Schmerzen)
  • Appetitzügler (z.B. Fenfluramin)
  • Arzneimittel zur Blutverdünnung (sogenannte Antikoagulantien)
  • Imatinib (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien bei schwangeren Frauen vor.

Nach Einnahme von Sertralin bzw. anderen SSRI’s am Ende der Schwangerschaft, traten bei einigen Neugeborenen folgende Absetzsymptome auf: Ess- und Schlafstörungen, Atmungsschwierigkeiten, bläuliche Verfärbung der Haut, Atemunterbrüche, Krampfanfälle, Temperaturschwankungen, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Tremor, abnormale Muskelspannungen, gesteigerte Reflexbereitschaft, Erbrechen, abnormale Irritabilität, Überspanntheit, Lethargie, Schläfrigkeit und anhaltendes Weinen.

Eine SSRI-Exposition in der späten Schwangerschaft kann das Risiko für eine persistierende pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen (PPHN) erhöhen.

Sertralin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Falls eine Behandlung mit Sertralin notwendig ist, soll abgestillt werden.

Studien

Die antidepressive Wirksamkeit von Sertralin wurde in mehreren kontrollierten Studien nachgewiesen. Dabei wurden die üblichen diagnostischen Kriterien und Bewertungsskalen (z.B. «Hamilton Depression Rating Scale » und «Clinical Global Impression Scale») angewandt.

Vergleich mit Placebo: In einer nordamerikanischen Dosisfindungsstudie wurden während sechs Wochen verschiedene Sertralin-Dosen (50,100, 200 mg) mit Placebo verglichen. Bei insgesamt 289 Personen mit einer mittelschweren bis schweren Depression war Sertralin in allen Dosen signifikant wirksamer als Placebo; die höchste Dosis (200 mg/Tag) war etwas wirksamer als die kleineren Dosen.

Interessant ist ferner eine Langzeit-Doppelblindstudie, in der 295 Personen im Anschluss an eine offene Sertralin-Behandlung während 44 Wochen entweder unverändert ihre Sertralin-Dosis oder Placebo erhielten. Während der ganzen Doppelblindphase hatten die mit Sertralin Behandelten signifikant weniger Rückfälle in eine Depression.

Vergleich mit Amitriptylin: In einer Doppelblindstudie bei 448 Patienten mit schwerer Depression wurde die Dosis initial titriert und so relativ hohe durchschnittliche Tagesdosen (Sertralin: 159mg, Amitriptylin: 111mg) erreicht. Zwischen den beiden Medikamenten ergab sich kein signifikanter Unterschied in der antidepressiven Wirkung; gegenüber Placebo waren beide deutlich wirksamer.

In einer anderen Doppelblindstudie wurde Sertralin (50 bis 200 mg/Tag) bei älteren Leuten mit Amitriptylin (50 bis 150 mg/Tag) verglichen. Auch in dieser Studie waren die beiden Antidepressiva ungefähr gleich gut wirksam. Eine relevante Besserung ergab sich bei 69% der mit Sertralin und bei 63% der mit Amitriptylin behandelten Patienten.

Vergleich mit Fluoxetin: Bisher wurde nur eine Studie publiziert, in der Sertralin mit einem anderen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verglichen wurde: In dieser achtwöchigen Doppelblindstudie erhielten 48 Personen Sertralin (mittlere Dosis: 72mg/Tag) und 40 Fluoxetin (mittlere Dosis: 28 mg/Tag). In beiden Gruppen konnte schon nach einer Woche eine deutliche Besserung der Depression festgestellt werden. Ein signifikanter Unterschied zwischen Fluoxetin und Sertralin fand sich während der ganzen Studie nicht.

Vergleich mit Trazodon: In einer Doppelbildstudie wurde Trazodon (retardiert) mit Sertralin verglichen. Die depressiven Studienteilnehmer waren zwischen 19 und 64 Jahre alt und erhielten während sechs Wochen entweder 150-450mg Trazodon oder 50-100mg Sertralin. Zwischen den beiden Medikamenten konnte bezüglich Ansprechrate keinen signifikanten Unterschied festgestellt werden, Trazodon erwies sich jedoch betreffend der Schlafqualität als eindeutig überlegen.

Vergleich mit Tianeptin: In einer Studie zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit zwischen Sertralin und Tianeptin.

Vergleich mit Imipramin: In einer kleineren Studie zeigte sich eine vergleichbare Wirksamkeit zwischen Sertralin und Imipramin.

Studie des Nordic Cochrane Centre: Das Nordic Cochrane Centre wird vom dänischen Staat finanziert und darf per Gesetz keine Gelder der Pharmaindustrie annehmen. So soll die grösstmögliche Unabhängigkeit garantiert werden. Das Zentrum hat bis im Juni 2019 522 bereits publizierte placebokontrollierte Studien zu Antidepressiva im Allgemeinen ausgewertet. Es handelt sich dabei um klinische Studien, an denen insgesamt 116’477 depressive Probandinnen und Probanden teilgenommen haben. Zusätzlich hat das Zentrum auch 19 unveröffentlichte klinische Studien der Pharmaindustrie beigezogen. Also Studien, welche die Pharmakonzerne nicht veröffentlicht haben wollten, aber beim Zulassungsgesuch des Medikaments den Behörden vorlegen mussten. Die Forscher konnten nur eine leichte Überlegenheit von Antidepressiva gegenüber Placebo feststellten. Es handelt sich dabei um einen Unterschied von lediglich 1,97 Punkten auf einer Skala von 52 Punkten.

Weiteres: Wie andere Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ist Sertralin bei Zwangsneurosen wirksamer als Placebo. Gemäss einer kontrollierten Studie ergab Sertralin (50 bis 200 mg/Tag) bei Personen mit obsessiv-kompulsiven Störungen eine signifikante Wirkung. Nach 8 Wochen war bei 56% der mit Sertralin behandelten, aber nur bei 32% der Placebo-behandelten Patienten eine Besserung erreicht.

Bedenken Sie, dass diese Studien keinen Aufschluss über die Wirksamkeit im Einzelfall ergeben.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: August 2018