Vortioxetin

Antidepressivum (Serotoninmodulator und -stimulator) | Handelsname: Brintellix

Allgemeine Informationen

Vortioxetin wurde 2013 von der Firma Lundbeck auf den Markt gebracht. Die Zulassung in Deutschland wurde jedoch 2016 wieder zurückgezogen, da es zu keiner Preiseinigung zwischen den Behörden und der Herstellerfirma kam. In der Schweiz und Österreich ist das Medikament nach wie vor erhältlich.

Vortioxetin ist ein atypisches Antidepressivum bzw. ein Serotoninmodulator und -stimulator mit multimodalem Wirkmechanismus. Es wird unter dem Handelsnamen Brintellix vertrieben. Zugelassen ist es zur Behandlung von Depressionen bei Personen ab 18 Jahren. Es sind keine Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit oder dem Bedienen von Maschinen bekannt. Dennoch sollten sie abwarten um zu wissen, wie Sie auf das Medikament reagieren. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Studien haben gezeigt, dass Vortioxetin die neuronale Feuerungsrate und Neurotrasmitterfreisetzung moduliert, was zu einem erhöhten Spiegel von Serotonin, Noradrenalin, Dopamin, Glutamat, Acetylcholin und Histamin, sowie zu einer Reduktion des Botenstoffs GABA führt. Dieser Mechanismus wird für den antidepressiven Effekt und die Verbesserung kognitiver Leistungen verantwortlich gemacht.

Indikation
  • Depression
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens oder Mittags unabhängig der Mahlzeiten.
Die Einnahme muss täglich erfolgen (also nicht nur bei unmittelbarem Bedarf).

Zieldosis: 5-20mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

 

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: nach 7-11 Stunden

Halbwertszeit: ca. 66 Stunden

Bioverfügbarkeit: ca. 75%

Wirkungseintritt: nach 2-4 Wochen täglicher Einnahme

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%): Übelkeit

Häufig (1-10%): Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Schwindel, Juckreiz, abnormale Träume.

Gelegentlich (0.1-1%): Hitzewallungen, nächtliche Schweissausbrüche.

Selten (0.01-0.1%): Sexuelle Funktionsstörungen inkl. Libidoverlust (ab 20mg)

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen/Einzelfälle/Häufigkeit unbekannt): Veränderte Blutwerte (Hyponatriämie), Suizidgedanken, Serotonin-Syndrom, erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen.

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Vortioxetin:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Vortioxetin-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Bei akuter Manie.

 

Bei der Einnahme von Vortioxetin ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie früher manische Zustände hatten.
  • Wenn Sie zu Blutungen und/oder Blutergüssen neigen.
  • Wenn Sie einen niedrigen Natrium-Spiegel im Blut haben.
  • Wenn Sie älter als 65 Jahre alt sind.

 

Vortioxetin soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Sumatriptan und ähnliche Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane)
  • Tramadol (starkes Schmerzmittel)
  • Lithium (mood-stabilizer)
  • Arzneimittel die den Natirumspiegel im Blut senken.
  • Rifampicin (gegen Tuberkulose)
  • Antiepileptika (Carbamazepin und Phenytoin)
  • Blutverdünner (z.B. Warfarin, Dipyridamol, Phenprocoumon und Acetylsalicylsäure)
  • Andere Antidepressiva (inkl. Johanniskraut)
  • Mefloquin (Vorbeugung gegen Malaria)
  • Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen)
  • Neuroleptika

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Vortioxetin darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, Ihr Arzt sagt, dass es absolut erforderlich ist.

Wenn Sie während der letzten 3 Monate Ihrer Schwangerschaft Arzneimittel zur Behandlung von Depression, einschließlich Vortioxetin, einnehmen, sollten Sie wissen, dass die folgenden Wirkungen bei Ihrem neugeborenen Kind auftreten können: Probleme bei der Atmung, bläuliche Haut, Krampfanfälle, Schwankungen der Körpertemperatur, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, niedriger Blutzuckerspiegel, steife oder schlaffe Muskulatur, lebhafte Reflexe, Zittern, Überspanntheit, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Schläfrigkeit und Schlafschwierigkeiten.

Das Risiko für eine ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen besteht, da die Folge eine persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) gegeben ist.

Es ist davon auszugehen, dass die Bestandteile von Vortioxetin in die Muttermilch übergehen. Vortioxetin darf in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Studien

Placebo: In einer sechwöchigen Studie war Vortioxetin 5mg oder 10mg täglich bereits nach zwei Wochen dem Placebo signifikant überlegen.

In einer weiteren randomisiert- kontrollierten Doppel-Blindstudie mit über 450 älteren Erwachsenen aus 7 Ländern, die die Diagnose Major Depressive Disorder (MDD) erhalten hatten, zeigten sich unter der Therapie mit Vortioxetin gegenüber Placebo signifikante Verbesserungen der depressiven Symptomatik und der Kognition.

In den elf Studien wurden 1824 Patienten mit Placebo und 3304 mit Vortioxetin behandelt. Die Metaanalyse zeigte, dass Vortioxetin in einer Dosis von 5, 10 und 20 mg/Tag (aber nicht 15 mg) zu einer signifikanten Reduktion des MADRS-Punktwertes im Vergleich zu Placebo führte (– 2,27, – 3,57 bzw. – 4,57; p < 0,01). Tagesdosen von 10 und 20 mg waren assoziiert mit signifikanten Verbesserungen in zehn von zehn MADRS Einzel-Items. Vortioxetin führte darüber hinaus zu signifikant höheren Response- und Remissionsraten im Vergleich zu Placebo.

Vergleich mit Agomelatin: In einer 12-wöchigen doppelblinden Vergleichsstudie gegenüber Agomelatin 25-50 mg täglich zeigte sich Vortioxetin Agomelatin überlegen.

Bedenken Sie, dass diese Studien keinen Aufschluss über die Wirksamkeit im Einzelfall ergeben.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.
Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: Juli 2017

Vortioxetin

Antidepressivum (Serotoninmodulator und -stimulator) 
Handelsname: Brintellix

Allgemeine Informationen

Vortioxetin wurde 2013 von der Firma Lundbeck auf den Markt gebracht. Die Zulassung in Deutschland wurde jedoch 2016 wieder zurückgezogen, da es zu keiner Preiseinigung zwischen den Behörden und der Herstellerfirma kam. In der Schweiz und Österreich ist das Medikament nach wie vor erhältlich.

Vortioxetin ist ein atypisches Antidepressivum bzw. ein Serotoninmodulator und -stimulator mit multimodalem Wirkmechanismus. Es wird unter dem Handelsnamen Brintellix vertrieben. Zugelassen ist es zur Behandlung von Depressionen bei Personen ab 18 Jahren. Es sind keine Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit oder dem Bedienen von Maschinen bekannt. Dennoch sollten sie abwarten um zu wissen, wie Sie auf das Medikament reagieren. Bezüglich Alkohol sind keine Wechselwirkungen bekannt, dennoch ist Vorsicht geboten.

Studien haben gezeigt, dass Vortioxetin die neuronale Feuerungsrate und Neurotrasmitterfreisetzung moduliert, was zu einem erhöhten Spiegel von Serotonin, Noradrenalin, Dopamin, Glutamat, Acetylcholin und Histamin, sowie zu einer Reduktion des Botenstoffs GABA führt. Dieser Mechanismus wird für den antidepressiven Effekt und die Verbesserung kognitiver Leistungen verantwortlich gemacht.

Indikation
  • Depression
Dosierung & Anwendung

Einnahme: 1x täglich Morgens.
Die Einnahme muss täglich erfolgen.

Zieldosis: 5-20mg (pro Tag)

Die hier erwähnte Dosierung bezieht sich auf Erwachsene ohne körperliche Einschränkungen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren deren Behandlung ambulant erfolgt. Grundsätzlich muss die Dosis von einem Arzt individuell festgelegt werden. Sie kann somit von den hier erwähnten Angaben abweichen.

Antidepressiva werden langsam „eingeschlichen“. Das heisst, dass zu Beginn die niedrigste Dosis verabreicht und diese anschliessend (nach einigen Tagen/Wochen) schrittweise bis zur Zieldosis gesteigert wird. Bei einem positiven Ansprechen auf das Medikament, sollte die Einnahme mind. 6 Monate nach dem Abklingen sämtlicher Symptome weitergeführt werden. Ist anschliessend keine Rezidivprophylaxe (vorsorgliche Einnahme zur Verhütung eines Rückfalls) notwendig, kann das Antidepressivum schrittweise unter ärztlicher Kontrolle wieder abgesetzt werden.

Ändern Sie nie die Dosis im Alleingang (weder erhöhen noch reduzieren), auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert hat. Halten Sie immer zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt!

 

Pharmakokinetik

max. Plasmakonzentration: 7-11 Stunden

Halbwertszeit: 66 Stunden

Bioverfügbarkeit: 75%

Wirkungseintritt: 2-4 Wochen

Diese Werte sind als Durchschnittswerte anzusehen. Je nach Alter, Nahrungsaufnahme und der Kombination mit anderen Medikamenten können diese Werte (teilweise stark) variieren.

Nebenwirkungen

Sehr häufig (mehr als 10%):

  • Übelkeit

Häufig (1-10%):

  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Juckreiz
  • Abnormale Träume

Gelegentlich (0.1-1%):

  • Hitzewallungen
  • Nächtliche Schweissausbrüche

Selten (0.01-0.1%):

  • Sexuelle Funktionsstörungen inkl. Libidoverlust (ab 20mg)

Weitere (sehr seltene Nebenwirkungen / Einzelfälle / Häufigkeit unbekannt):

  • Veränderte Blutwerte (Hyponatriämie)
  • Suizidgedanken
  • Serotonin-Syndrom
  • Erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen

Menschen mit Depressionen und/oder Angststörungen gehen oft automatisch davon aus, sämtliche und/oder die schwersten Nebenwirkungen zu entfalten. Diese Annahme ist objektiv nicht begründet. Üblicherweise lassen die meisten (nicht alle) unerwünschten Wirkungen mit der Zeit nach oder verschwinden ganz. Bei schwerwiegenden Komplikationen muss jedoch ein Arzt konsultiert werden.

Kontraindikationen & Wechselwirkungen

Fragen Sie, bevor Sie Medikamente einnehmen immer Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich Nebenwirkungen, Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Wechselwirkungen mit anderen (auch frei verkäuflichen) Medikamenten.

 

Nicht einnehmen dürfen Sie Vortioxetin:

  • Wenn Sie allergisch gegenüber einem Inhaltsstoff Ihres Vortioxetin-Präparates sind.
  • Wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer einnehmen oder in den vergangenen 14 Tagen eingenommen haben. Dazu gehören unter anderem Selegilin (zur Behandlung der Parkinson Krankheit), Moclobemid oder Tranylcypromin (zur Behandlung von Depressionen) und Linezolid (ein Antibiotikum zur Behandlung schwerster, komplizierter Infektionen).
  • Bei akuter Manie.

 

Bei der Einnahme von Vortioxetin ist Vorsicht geboten…

  • Wenn Sie an einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung leiden.
  • Wenn Sie an Epilepsie (Anfallserkrankungen) leiden oder früher Krampfanfälle hatten.
  • Wenn Sie früher manische Zustände hatten.
  • Wenn Sie zu Blutungen und/oder Blutergüssen neigen.
  • Wenn Sie einen niedrigen Natrium-Spiegel im Blut haben.
  • Wenn Sie älter als 65 Jahre alt sind.

 

Vortioxetin soll mit den folgenden Arzneimitteln nur mit Vorsicht angewendet werden:

  • Sumatriptan und ähnliche Wirkstoffe zur Migränebehandlung (Triptane)
  • Tramadol (starkes Schmerzmittel)
  • Lithium (mood-stabilizer)
  • Arzneimittel die den Natirumspiegel im Blut senken.
  • Rifampicin (gegen Tuberkulose)
  • Antiepileptika (Carbamazepin und Phenytoin)
  • Blutverdünner (z.B. Warfarin, Dipyridamol, Phenprocoumon und Acetylsalicylsäure)
  • Andere Antidepressiva (inkl. Johanniskraut)
  • Mefloquin (Vorbeugung gegen Malaria)
  • Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen)
  • Neuroleptika

Diese Liste entspricht den aktuell verfügbaren Informationen, weitere Interaktionen und Kontraindikationen sind allerdings keineswegs auszuschliessen! Sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt auf bestehende Erkrankungen und Veränderungen Ihrer Medikation (betrifft auch rezeptfreie Präparate) an, auch wenn auf dieser Liste keine Informationen vermerkt sind.

 

Schwangerschaft & Stillzeit

Vortioxetin darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, Ihr Arzt sagt, dass es absolut erforderlich ist.

Wenn Sie während der letzten 3 Monate Ihrer Schwangerschaft Arzneimittel zur Behandlung von Depression, einschließlich Vortioxetin, einnehmen, sollten Sie wissen, dass die folgenden Wirkungen bei Ihrem neugeborenen Kind auftreten können: Probleme bei der Atmung, bläuliche Haut, Krampfanfälle, Schwankungen der Körpertemperatur, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Erbrechen, niedriger Blutzuckerspiegel, steife oder schlaffe Muskulatur, lebhafte Reflexe, Zittern, Überspanntheit, Reizbarkeit, Lethargie, anhaltendes Weinen, Schläfrigkeit und Schlafschwierigkeiten.

Das Risiko für eine ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen besteht, da die Folge eine persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) gegeben ist.

Es ist davon auszugehen, dass die Bestandteile von Vortioxetin in die Muttermilch übergehen. Vortioxetin darf in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Studien

Placebo: In einer sechwöchigen Studie war Vortioxetin 5mg oder 10mg täglich bereits nach zwei Wochen dem Placebo signifikant überlegen.

In einer weiteren randomisiert- kontrollierten Doppel-Blindstudie mit über 450 älteren Erwachsenen aus 7 Ländern, die die Diagnose Major Depressive Disorder (MDD) erhalten hatten, zeigten sich unter der Therapie mit Vortioxetin gegenüber Placebo signifikante Verbesserungen der depressiven Symptomatik und der Kognition.

In den elf Studien wurden 1824 Patienten mit Placebo und 3304 mit Vortioxetin behandelt. Die Metaanalyse zeigte, dass Vortioxetin in einer Dosis von 5, 10 und 20 mg/Tag (aber nicht 15 mg) zu einer signifikanten Reduktion des MADRS-Punktwertes im Vergleich zu Placebo führte (– 2,27, – 3,57 bzw. – 4,57; p < 0,01). Tagesdosen von 10 und 20 mg waren assoziiert mit signifikanten Verbesserungen in zehn von zehn MADRS Einzel-Items. Vortioxetin führte darüber hinaus zu signifikant höheren Response- und Remissionsraten im Vergleich zu Placebo.

Vergleich mit Agomelatin: In einer 12-wöchigen doppelblinden Vergleichsstudie gegenüber Agomelatin 25-50 mg täglich zeigte sich Vortioxetin Agomelatin überlegen.

Bedenken Sie, dass diese Studien keinen Aufschluss über die Wirksamkeit im Einzelfall ergeben.

Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig. Die Einnahme muss ärztlich überwacht werden.

Stand der Information: Juli 2017